Beweglicher 90-Jähriger

+
Heidrun Lieks und Friedel Römer freuen sich aufs Fest am 1. September

Flerke - Sie meinen es ernst, ihr Vereinsmotto: „Bei uns bewegt sich was.“ Der Turnverein Flerke-Welver bringt derzeit etwa 550 Menschen in Bewegung. So genannte Karteileichen, tatsächlich passive Mitglieder, die gibt’s in Flerke nicht.

Die vereinseigene Turnhalle ist genau genommen nur in der Nacht nicht belegt. Und glücklicherweise bewegen sich viele TVler noch dazu draußen. Nun wird der TV Flerke 90 Jahre alt. Ein Grund, in großer Runde zu feiern. 

„Wir freuen uns natürlich auf das 100-Jährige. Deshalb gibt’s am 1. September ab 16 Uhr in und an der Turnhalle an der Uferstraße ein buntes Programm. Aber das ganz große Fest soll natürlich in zehn Jahren steigen“, sagt Heidrun Lieske, die Vorsitzende des TV. Gemeinsam mit Friedel Römer, dem langjährigen Geschäftsführer, blickt sie zurück auf die Bilderbuchkarriere des Vereins. 

„Körperliche Ertüchtigung an Sportgeräten“ 

Acht dicke Aktenordner hat Römer gewälzt, um das Nötigste zusammenzufassen. Am 4. November 1928 wurde der TV von Josef Busemann und Wilhelm Antepoth gegründet. Zunächst stand „körperliche Ertüchtigung an Sportgeräten“ im Vordergrund. Handball kam rasch dazu. Von 1943 bis 1948 ruhte der Turnbetrieb. Dann wurde er 1949 im Saal der Klotinger Gastwirtschaft Thiele wieder aufgenommen. 

„Ich bin als 12-Jähriger beigetreten“, sagte der gebürtige Klotinger Römer. „Auf dem Dorf war ja sonst nichts los.“ Der natürliche Bewegungsdrang der Jugend äußerte sich in Hüpfkästchen und anderen Spielen, die man im Freien betreiben konnte. Da waren die angeleiteten Übungen an Stufenbarren, Reck, Schwebebalken und Boden eine willkommene Herausforderung.

Vereinseigene Turnhalle

Doch die Flerker suchten neben sportlicher Betätigung auch den Wettstreit mit benachbarten Vereinen. 1959 beschloss der stetig wachsende Verein, zurück nach Flerke zu gehen – in eine eigene Halle. An dieser Turnhalle entstand auch ein Sportplatz samt Laufbahn, die dank eines 100-Meter-Laufs mit Kurve legendär wurde. Die Leichtathletik kam hinzu. 

Buchenwaldlauf

„Wir haben dann Sportfeste ausgerichtet, zu denen sich Vereine aus Hamm, Unna und Werl mit größtem Vergnügen anmeldeten. Das Essen aus der Gulaschkanone war damals der Renner“, erinnert sich Römer. Und auch der Staffellauf rund um Flerke, der Buchenwaldlauf, die eigene Marathonstrecke wurden zur Legende. Der TV knüpfte wertvolle Kontakte auf allerlei Turn- und Sportfesten, wuchs und wuchs. 

Immer aktuell

„Wir haben immer versucht, jeden Trend aufzunehmen“, erklärt Heidrun Lieske, glücklich, dass unter Römer die Halle so modernisiert wurde, dass der Schwingboden sowohl beim Turnen und Tanzen – auch die Tanzgarden sind ein Aushängeschild –, als auch beim Feiern allen Ansprüchen gerecht wird. Es gibt so viel zu erzählen – am 1. September gibt’s Gelegenheit dazu. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare