Schluss mit dem Einsatztourismus

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Zwischen den beiden neuen Löschfahrzeugen ist in der Fahrzeughalle genug Platz, so dass offene Türen keine Hindernisse darstellen.

Dinker/Nateln/Dorfwelver – Über 60 Einsätze hat es bisher von diesem Standort an der Landesstraße 670 aus schon gegeben.

„Seit das neue Gerätehaus in Dinker in Betrieb genommen wurde, ist Schluss mit dem Einsatz-Tourismus der Feuerwehrleute“, freuen sich Welvers Feuerwehr-Chef Dirk Steinweg und Philipp Haun (32), der Löschgruppenführer der zusammengelegten Löschgruppe Dinker-Nateln-Dorfwelver, denn seit gut einem Jahr startet die schlagfertige Truppe gemeinsam mit neun Leuten im Löschfahrzeug 10 (LF10) oder mit acht Leuten im Mannschaftstransport-Fahrzeug (MTV) zu den Einsätzen.

Standort an L 670 schnell erreichbar 

Dadurch wird der Einsatz-Tourismus vermieden, denn früher mussten die meisten Feuerwehrleute zu Bränden oder Unfällen mit dem eigenen Pkw eilen, weil im alten Einsatzfahrzeug nur drei Kameraden mitfahren durften und das barg nicht nur Gefahren auf dem Weg zu Unfällen oder Bränden, sondern schwächte auch die Schlagkraft der schnellen Truppe, denn nicht immer waren alle benötigten Kräfte wie zum Beispiel die Atemschutzgeräteträger gleichzeitig vor Ort. Dirk Steinweg lobt besonders auch die Lage des neuen Feuerwehrgerätehaus an der Hammer Landstraße in Dinker. Seit man dort residiert, kommen die Feuerwehrleute von ihren Arbeitsplätzen aus Hamm, Soest, Uentrop oder Welver schneller und unkomplizierter zu den Einsatzfahrzeugen. 

Kein Gegenverkehr am Gerätehaus

Am Gerätehaus wird Gegenverkehr vermieden: Wer aus Richtung Soest herbeieilt, nimmt die östliche Einfahrt, wer aus Hamm durch Dinker kommt, nimmt die westliche Einfahrt. Die Parkplätze sind so verteilt, dass sich rund um das Gerätehaus niemand bei der Anfahrt mit dem Pkw begegnen kann. Es gibt den direkten Zugang von der Rückseite des Gerätehauses in den Umkleidebereich. Wie gut das ganze funktioniert und dass die Hilfsfristen erreicht werden, zeigte sich zuletzt beim schnellen Eingreifen beim Feuer im Gasthof Witteborg in Dinker. 

Schwarz-Weiß-Bereich hilfreich

Als sehr positiv empfindet es Löschgruppenführer Philipp Haun, dass die Einsatzkleidung seiner Mannschaft jetzt im Schwarz-Weiß-Bereich des Gerätehauses neben den roten Spinten mit der Privatkleidung untergebracht ist. Früher hatten jeder Feuerwehrmann (und Frau) ihre Brocken zu Hause und musste sich dort umziehen und auch die kontaminierten Uniformen auch noch zu Hause reinigen und unterbringen. 

Klamotten nicht mehr Zuhause 

Das ist jetzt perfekt gelöst. Schön in Reih und Glied und griffbereit ist die Einsatzkleidung sortiert und wartet auf ihre Nutzer. Die Lüftungsanlage sorgt dafür, dass feuchte Kleidung nach dem Einsatz oder nach der Übung schnell getrocknet wird. Wegen der neuen Möglichkeiten und auch wegen der modernen Fahrzeuge sei die Stimmung bei der neu formierten Löschgruppe mit allen 44 Aktiven und der Altersabteilung sehr positiv, berichtet Philipp Haun. Zunächst hatte es doch einige Skepsis wegen der Zusammenlegung der drei Löschgruppen gegeben. Dirk Steinweg kritisiert, dass auf der L 670 vor dem Gerätehaus noch zu schnell gefahren wird. 50 statt 70 sei geboten, eine Ampel für Einsätze und eine Laterne vor dem Haus, die er angeregt hatte, seien bisher nicht aufgestellt worden. 

Nachts sieht man die Einfahrt kaum

„Nachts sieht man die Einfahrt zum Gerätehaus nur schlecht“, beklagt Philipp Haun, das gilt aber nicht bei Einsätzen, denn dann schaltet die Wachsteuerung das Gerätehaus automatisch hell erleuchtet in Alarmbereitschaft. Froh sind die Feuerwehrleute, das die Türschließanlage inzwischen weitgehend problemlos funktioniert, als Kritikpunkte bleiben lediglich das Büro und die Küche: Beides sei zu klein dimensioniert., Lob gibt es hingegen für den großen Schulungsraum mit Beamer, der mit seinen 60 Plätzen nicht nur bei der Fortbildung, sondern auch bei geselligen Anlässen den aktiven und der Altersabteilung ausreichend Platz bietet.

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