Schwere Vorwürfe gegen Anlage

Ferkelstall in Welver: Staatsanwalt prüft Vorwürfe

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Symbolfoto

WELVER/ARNSBERG - „Die Strafanzeige der Tierschutzorganisation PETA ist bei uns eingegangen“, das bestätigte Oberstaatsanwalt Dr. Werner Wolff von der Staatsanwaltschaft in Arnsberg im Nachgang der schweren Vorwürfe gegen eine Ferkelaufzuchtanlage in Welver.

Demnach ist die Ankündigung von Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck von der PETA umgesetzt worden, die Missstände, die in einem Ferkel-Aufzuchtbetrieb in Welver festgestellt worden sein sollen, zur Anzeige zu bringen. Dr. Wolff kritisierte in dem Zusammenhang die Vorgehensweise der PETA, deren Mitstreiter bereits im vorigen Jahr unbemerkt mit Video-Kameras in die Ferkelställe eingedrungen sein sollen, dann aber erst in der vorigen Woche den Weg über das Fernsehen gewählt hatten, um die Vorwürfe in die Welt zu setzen. Daher seien für die Ermittler der Staatsanwaltschaft am vermeintlichen Tatort entsprechende Erkenntnisse oder Beweise wohl jetzt nicht mehr zu erwarten.

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Die Staatsanwaltschaft lasse aber das von der PETA übermittelte Filmmaterial, das unter anderem Vernachlässigung von Tieren und Nutzung von übermäßig viel Antibiotika nachweisen soll, auswerten und prüfen. Nach einer „tierärztlichen Bewertung“ werde dann entschieden, ob ein Verfahren gegen den Ferkelzüchter eingeleitet wird. Eine zwischenzeitliche Kontrolle des Betriebes durch das Kreisveterinäramt Anfang Februar hatte keine größeren Mängel ans Licht gebracht, das bestätigte in der Vorwoche der Leiter der Behörde, Professor Dr. Wilfried Hopp, gegenüber dem Anzeiger. - dümi

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