Ferkelstall: Verfahren gegen Geldauflage eingestellt

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WELVER - Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat das Verfahren gegen einen Ferkelstallbetreiber in Welver eingestellt. Im Februar des vergangenen Jahres hat die weltweit aktive Tierschutz-Organisation dem Betreiber vorgeworfen, seine Tiere massiv zu quälen und erstattete Strafanzeige.

Mitglieder der Tierschutz-Organisation waren im Oktober und Dezember 2013 unbemerkt in die Ferkelställe eingedrungen und hatten die angeblichen Missstände mit Videokameras festgehalten.

Der WDR sendete die ihm von Peta zugespielten Bilder in seinem Magazin „Markt“ Anfang 2014, außerdem wurden das Videomaterial an die Staatsanwaltschaft Arnsberg weitergeleitet.

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Peta hatte dem dem Betreiber des Ferkelstalls vorgeworfen, dass jungen Schweine unbehandelte Nabelbrüche, Kastrationsvorfälle und Abszesse aufgewiesen haben sollen. Einige Tiere hätten an Husten, Augenverletzungen, Mastdarmvorfällen und Hautpilz gelitten. Stellenweise seien die Spaltenböden der Ferkelbuchten so verstopft gewesen, dass die Exkremente nicht abgeflossen seien, es hätte von Fliegenmaden gewimmelt, Antibiotika und andere Medikamente hätten offen in der unverschlossenen Anlage gestanden, etwa fünf bis sechs unterschiedliche Produkte.

Im Dezember hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren dann zuerst vorläufig, im Januar schließlich endgültig eingestellt – gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von rund 4 000 Euro.

Staatsanwalt Gregor Keller erklärt: „Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass ein hinreichender Tatverdacht für Vergehen nach dem Tierschutzgesetz besteht. In der Gesamtschau erscheint die Ahndung durch eine Bestrafung aber nicht zwingend erforderlich.“

„Bestrafung nicht zwingend erforderlich“

Eine Geldauflage sei geeignet, um das Interesse an einer Strafverfolgung zu beseitigen. Die Verfahrenseinstellung sei in Zustimmung mit dem zuständigen Amtsgericht in Soest erfolgt, außerdem habe die Staatsanwaltschaft umfangreich ermittelt und eine Stellungnahme vom Landesamt für Naturschutz in Recklinghausen eingeholt.

Im Februar des vergangenen Jahres hatte das Kreisveterinäramt den Ferkelbetrieb in Welver kontrolliert.

„Hygienische Zustände insgesamt in Ordnung“

Prof. Dr. Wilfried Hopp vom Kreisveterinäramt sagt dazu: „Wir haben damals ein krankes Tier gefunden, es gab bauliche Mängel und es mussten Reinigungsarbeiten durchgeführt werden. Aber die Mängel waren nicht so gravierend, wie sie von Peta dargestellt wurden.“ Die hygienischen Zustände seien bei der Kontrolle insgesamt in Ordnung gewesen.

Auch Hopp lagen im Februar des vergangenen Jahres die Videoaufnahmen von Peta vor. Damals fragte er: „Wenn diese vermeintlichen Missstände schon im Oktober und Dezember dokumentiert wurden, warum hat uns Peta damals nicht umgehend informiert?“ - lau Im Februar 2014 hat die Tierschutzorganisation Peta für Aufruhr in einem Ferkelstall in Welver gesorgt: Die Organisation warf dem Betreiber vor, seine Tiere zu quälen und erstattete Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat das Verfahren nun eingestellt.

Mitglieder der Tierschutz-Organisation waren im Oktober und Dezember 2013 unbemerkt in die Ferkelställe eingedrungen und hatten die angeblichen Missstände mit Videokameras festgehalten.

Der WDR sendete die ihm von Peta zugespielten Bilder in seinem Magazin „Markt“ Anfang 2014, außerdem wurden das Videomaterial an die Staatsanwaltschaft Arnsberg weitergeleitet. „Die Strafanzeige der Tierschutzorganisation PETA ist bei uns eingegangen“, hatte Oberstaatsanwalt Dr. Werner Wolff von der Staatsanwaltschaft in Arnsberg am 18. Februar des vergangenen Jahres bestätigt.

Im Dezember hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren dann zuerst vorläufig, im Januar schließlich endgültig eingestellt – gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von rund 4 000 Euro.

Staatsanwalt Gregor Keller erklärt: „Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass ein hinreichender Tatverdacht für Vergehen nach dem Tierschutzgesetz besteht. In der Gesamtschau erscheint die Ahnung durch eine Bestrafung aber nicht zwingend erforderlich.“

Eine Geldauflage sei geeignet, um das Interesse an einer Strafverfolgung zu beseitigen. Die Verfahrenseinstellung sei in Zustimmung mit dem zuständigen Amtsgericht in Soest erfolgt, außerdem habe die Staatsanwaltschaft umfangreich ermittelt und eine Stellungnahme vom Landesamt für Naturschutz in Recklinghausen eingeholt.

Im Februar des vergangenen Jahres hatte das Kreisveterinäramt den Ferkelbetrieb in Welver kontrolliert. Prof. Dr. Wilfried Hopp vom Kreisveterinäramt sagt dazu: „Wir haben damals ein krankes Tier gefunden, es gab bauliche Mängel und es mussten Reinigungsarbeiten durchgeführt werden. Aber die Mängel waren nicht so gravierend, wie sie von Peta dargestellt wurden.“ Die hygienischen Zustände seien bei der Kontrolle insgesamt in Ordnung gewesen.

Auch Hopp lagen im Februar des vergangenen Jahres die Videoaufnahmen von Peta vor. Damals fragte er: „Wenn diese vermeintlichen Missstände schon im Oktober und Dezember dokumentiert wurden, warum hat uns Peta damals nicht umgehend informiert?“

Peta hatte dem dem Betreiber des Ferkelstalls vorgeworfen, dass jungen Schweine unbehandelte Nabelbrüche, Kastrationsvorfälle und Abszesse aufgewiesen haben sollen. Einige Tiere hätten an Husten, Augenverletzungen, Mastdarmvorfällen und Hautpilz gelitten. Stellenweise seien die Spaltenböden der Ferkelbuchten so verstopft gewesen, dass die Exkremente nicht abgeflossen seien, es hätte von Fliegenmaden gewimmelt, Antibiotika und andere Medikamente hätten offen in der unverschlossenen Anlage gestanden, etwa fünf bis sechs unterschiedliche Produkte. - lau

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