Fantastische Welten im Kleinformat

Dinker - Luke Skywalker, Darth Vader, antike Speerträger und andere Krieger trafen am Wochenende in Dinker aufeinander - alles im Kleinformat.

Es ist wie das Eintauchen in fantastische Welten: Hier bringen sich zwei Raumschiffflotten in Stellung, nur wenige Meter weiter schleudert der griechische Gott Zeus seine Blitze in Richtung einer Gruppe Speerträger. Doch schon richtet sich die Aufmerksamkeit auf eine Waldlandschaft, in der Luke Skywalker und Darth Vader die Neuauflage des wohl berühmtesten Vater-Sohn-Konflikts der Filmgeschichte beginnen.

Auch wenn die Vermutung nahe liegt: Weder Film noch Computerspiel waren für diese Eindrücke verantwortlich. Stattdessen hatten Tabletop-Fans das Ruder in der Schützenhalle Dinker übernommen und nutzten die Gelegenheit, um die Besucher in den Bann ihres Hobbys zu ziehen. 

Tabletop? Worum geht es bei diesem Hobby überhaupt? „Wenn man es ganz stark vereinfachen möchte, dann lassen sich viele Parallelen zum Schach finden. Es stehen sich mindestens zwei Spieler gegenüber, die abwechselnd agieren und deren Figuren unterschiedliche Fähigkeiten haben“, brachen es die Spieler auf das Minimum herunter. Ganz so einfach gestalteten sich die Spiele jedoch nicht, denn im Vergleich zum Duell auf dem Schachbrett gibt es hunderte weitere Regeln, unterschiedlichste Spielsysteme und Spielfelder. Im Fokus stehen stets Miniaturen, die mal Figuren aus Filmen oder Büchern und dann wieder antike Krieger darstellen. 

Für Besucher jeden Alters standen verschiedene Spieltische bereit, an denen unter fachkundiger Anleitung gespielt werden konnte.

Üblicherweise sind diese Figuren zu Beginn unbemalt und werden von den Spielern mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ebenso verhält es sich mit den Spieltischen, auf denen sich Waldgebiete mit mittelalterlichen Dörfern und futuristischen Landschaften abwechseln. Bevölkert sind diese Landschaften je nach Spielsystem mal nur mit einer Handvoll, dann wieder mit hunderten Miniaturen, die auf Grundlage des jeweiligen Regelwerks aufeinandertreffen. 

19 verschiedene Spielsysteme wurden an den beiden Veranstaltungstagen in Dinker präsentiert – von den Spielern, die sie selbst seit Jahren spielen. „Wir haben extra darauf geachtet, dass wir ein möglichst großes Angebot haben. Und auch Systeme, die für Einsteiger geeignet sind“, erklärte Organisatorin Melanie Hausmann. Als gebürtige Welveranerin hatte sie das Anliegen, den Tabletop-Spielern in der Region die Möglichkeit zum Fachsimpeln und zugleich Neulingen einen Einblick in das Hobby zugeben. 

Dazu nutzte sie ihre Kontakte in die Szene. Spieler aus Erfurt, Minden oder Herford hatten sich auf den Weg nach Dinker gemacht und zudem viel Zeit im Gepäck, um „ihre“ Spielsysteme vorzustellen. Egal, ob Tabletop-Veteran oder Neuling, jeder Gast hatte die Gelegenheit zum Probespielen. Darüber hinaus stellten Clubs und Händler mit dem Geländebau und dem Bemalen der Miniaturen auch die weiteren Facetten des Hobbys vor. 

Waren am Samstag vor allem Tabletop-Spieler aus der Region am Start, füllte sich die Halle am Sonntag mit vielen Neulingen. Denn im Rahmen eines Familientages wurde das Angebot durch zahlreiche Familienspiele erweitert, entsprechend kam es zur bunten Mischung bei den Gästen. 

Rubriklistenbild: © Starb

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