Erich Rothhöft  legte vor 60 Jahren die Meisterprüfung ab

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Erich Rothhöft freut sich über die Auszeichnung zu seinem Meisterabschluss vor 60 Jahren. Die Urkunde für den Goldenen Meisterbrief hat er bereits an der Wand hängen.

Welver – Eigentlich werden die Jubilare der Handwerkskammer im Rahmen einer Feierstunde im Saal der Handwerkskammer Dortmund geehrt, aufgrund der Corona-Pandemie wurde Elektromeister Erich Rothhöft jetzt der Diamantene Meisterbrief jedoch zugesandt.

Grund genug für einen Rückblick auf ein bewegtes Berufsleben bleibt gleichwohl. Vor nunmehr 60 Jahren bestand Rothhöft die Meisterprüfung im Elektrogewerbe, später machte er sich in Welver als Elektromeister selbstständig. 

Geboren wurde der Jubilar am 3. Dezember 1931 in Dinker, die berufliche Laufbahn startete er 1946 in einem Elektrobetrieb in Norddinker. Nach drei Jahren Lehrzeit legte Rothhöft seine Gesellenprüfung in Hamm ab, obwohl er in Soest die Berufsschule besuchte. 

Es schlossen sich fünf Gesellenjahre beim Elektrobetrieb Beckmann in Norddinker an, nach einem vierteljährlichen Intermezzo in einem Soester Betrieb fing Rothöft 1957 in Dortmund bei der Bundesbahn an, um dort als Lokführer auf einer E-Lok zu arbeiten. 

Im Rahmen der Ausbildung zum Lokführer wurde Erich Rothhöft ein Jahr in der dortigen Schlosserei eingesetzt, das halbe Jahr als Heizer auf einer Dampflok im Personenzugverkehr, das ebenfalls zur Ausbildung gehörte, ist nachdrücklich in seinem Gedächtnis geblieben. 

Da ab 1957 ein Überhang an Lokführern in Hamm bestand, wurde er „in die Rotte gesteckt“, wie der Jubilar berichtet. „Daran hatte ich keinen Spaß und hab mir gedacht, hier kannst du nicht alt werden.“ 

Erich Rothhöft: Wenn meine Frau mich nicht mit den Büroarbeiten und Kunden unterstützt hätte, wäre das kaum möglich gewesen. 

Also ließ er sich für ein halbes Jahr beurlauben und besuchte erfolgreich die Meisterschule in Oldenburg. Am 30. September 1960 bestand er die Prüfung, arbeitet dann zunächst als Meister in Hamm und machte sich am 1. Oktober 1966 in Welver selbstständig. 

Zur Elektroinstallationsfirma gehörte auch ein Ladengeschäft, das von seiner Frau Inge betrieben wurde. „Wenn meine Frau mich nicht mit den Büroarbeiten und Kunden unterstützt hätte, wäre das kaum möglich gewesen“, lobt er den Einsatz seiner Ehefrau. Seit Oktober 2015 ist der Jubilar nun im Ruhestand und hat sein Gewerbe abgemeldet.

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