Gemeinde plant Sanierung für 400 000 Euro

Endlich: SV Welver bekommt neuen Kunstrasen - noch in diesem Jahr

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Der Welveraner Kunstrasen ist marode und soll jetzt komplett saniert werden. Die Ausschreibung dazu erfolgt nach den Sommerferien.

Welver – Gute Nachrichten für die Fußball-Abteilung des SV Welver: Der Kunstrasenplatz im Buchenwaldstadion wird noch in diesem Jahr saniert. 

Nachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr kein Geld vom Land bekommen hatte, stehen die notwendigen Fördermittel jetzt zur Verfügung, sodass die Erneuerung der Spielfläche bald endlich vorgenommen werden kann.

„Wir werden mit der Vorbereitung und Ausschreibung der Maßnahme nach den Sommerferien beginnen“, versichert Wirtschaftsförderer Detlev Westphal auf Anzeiger-Anfrage. Grund für die Wartezeit seien mehrere Projekte in den Sommerferien, die auf dem Kunstrasen stattfinden sollen – beispielsweise Aktionen des Ferienspaßes. „Die Umsetzung sollte dann noch in diesem Jahr erfolgen.“ 

Der desaströse Zustand der künstlichen Granulat-Wiese entwickelte sich zuletzt zu einem immer größeren Problem. Die Sanierung sei dringend nötig, empfindet auch André Kintscher, Trainer der ersten Fußball-Mannschaft vom SVW. Er erklärt: „Wenn das Wetter lange gut bleibt, rechne ich damit, dass die Arbeiten gegen Herbst stattfinden.“ 

Heimrecht-Tausch während Zwangspause

Das sei für den Trainingsbetrieb zwar nicht optimal, aber zu verschmerzen – zumal die Sanierung nur ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen könnte, wie kürzlich schon in Westönnen oder Büderich: „Wir hoffen, dass es schnell geht. Wenn es sich nur um zwei Wochen handelt, nehme ich das gern in Kauf. Dafür haben wir dann endlich wieder einen gut bespielbaren Platz.“ Für die gesperrte Zeit würde man im Ligabetrieb das Heimrecht tauschen. 

Das Spielfeld ist schon rund 30 Jahre alt, der aktuelle Belag liegt seit etwa 15 Jahren und ist damit der älteste Kunstrasen im Fußball-Kreis Soest. SVW-Vorsitzender Manfred Möller freut sich, dass es jetzt endlich zur Verbesserung der Situation kommt: „Der Kunstrasen ist definitiv sanierungsbedürftig.“ 

Bessere Wartung gewünscht

Der Zeitpunkt mitten in der Saison ist für ihn „unglücklich, aber nicht anders möglich. Die Firmen können ja auch nicht alle nur in den Sommerferien arbeiten.“ Im Notfall könne der Verein auch auf den Rasenplatz, der zurzeit der Jugend vorbehalten ist, ausweichen. Möller hofft zudem auf eine bessere Wartung des Platzes durch geeignete Maschinen. 

Über die Art des Kunstrasens (Granulat oder Sand) hat die Gemeinde sich bislang noch keine Gedanken gemacht.

Auch Scheidingen ist bald dran

Für den eingezäunten Platz in Welver, der den Sportlern vorbehalten ist, ist im aktuellen Haushaltsplan eine Investition 400 000 Euro veranschlagt. Die Förderung durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) beträgt 360 000 Euro, sodass der Eigenanteil der Gemeinde bei zehn Prozent (40 000 Euro) liegt. Als nächstes ist der Sportplatz in Scheidingen an der Reihe, der im kommenden Jahr ebenfalls für 400 000 Euro erneuert werden soll. Bereits erfolgt ist 2019 die Erneuerung der Eingangstür im Buchenwaldstadion für 5000 Euro.

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