Elternbeiträge für OGS könnten steigen

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Die Betreuung in einer Offenen Ganztagsschule gibt es nicht zum Nulltarif. Die Eltern in Welver sind in den letzten Jahren von Beitragserhöhungen verschont geblieben. Das könnte sich bald ändern.

Welver - Wer sein Kind in der Offenen Ganztagsgrundschule in Welver untergebracht hat, muss bald eventuell tiefer in die Tasche greifen. 

Wer sein Kind in eine Offene Ganztagsgrundschule (OGS) schickt, weiß, dass es dort auch am Nachmittag in der Regel gut betreut und beschäftigt wird. Dass es diese Betreuung nicht umsonst gibt, dürfte klar sein. In Welver sind die Beiträge der Eltern zur OGS seit 2006 konstant geblieben. Das könnte sich bald ändern. Die Gemeindevertretung plant für das kommende Schuljahr 2019/2020 eine Erhöhung der Beiträge. Darüber diskutiert am 18. September (17 Uhr, Rathaus) der Ausschuss für Generationen, Bildung, Kultur und Schule.

Hintergrund der Änderungen ist ein neuer Runderlass des Schulministeriums, der den Maximalbeitrag, die der Schulträger pro Monat und Kind erheben kann, neu festgelegt hat. Diese Höchstgrenze liegt seit dem 1. August bei 185 Euro und kann jährlich zum Schuljahresbeginn um drei Prozent erhöht werden. 

Derzeit zahlen Eltern höchstens 100 Euro, damit ihr Kind in der OGS betreut wird. Für eine Erhöhung sprechen laut Gemeindeverwaltung die lange Zeit ohne Beitragserhöhungen, die gestiegenen Kosten und ein Vergleich mit anderen Kindertageseinrichtungen im Kreis. Hier würden schon jetzt deutliche höhere Beiträge verlangt. In der Vorlage des Ausschusses werden zwei Alternativen für eine Erhöhung vorgestellt:

Die erste Option sieht eine „starre Erhöhung“ vor. In Anlehnung an die bereits bestehenden Einkommensgrenzen müssten nur Eltern, die mehr als 61 355 Euro im Jahr verdienen, den Höchstsatz von 185 Euro monatlich zahlen. Alle anderen zahlen je nach Einkommen entsprechend weniger. Wer weniger als 12 271 Euro verdient, muss keine Beiträge zahlen.

Entscheidet sich die Politik für eine „dynamische Erhöhung“ würden die Beiträge inklusive der Höchstgrenze jährlich um drei Prozent steigen. 2020 würden dann höchstens 191 Euro monatlich fällig, 2024 wären 214 Euro. Wie bei der ersten Option blieben Eltern mit einem Jahreseinkommen von unter 12 271 Euro beitragsfrei. Bei einem Verdienst von bis zu 36 819 Euro würde der Beitrag von 70 Euro im Jahr 2019 in sechs Jahren auf 81 Euro steigen. Ob Eltern bald wirklich tiefer in die Tasche greifen müssen, liegt nun in den Händen der Ratsmitglieder. 

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