Gemeindehaus-Bau in Borgeln hinkt hinterher

Borgeln - Ein bisschen haben sie in Borgeln zu Baubeginn des neuen Gemeindehauses ja gehofft, schon zu Weihnachten einziehen zu können. Daraus wurde nichts und auch der offiziell geplante Termin zu Jahresbeginn lässt sich nicht halten.

„Wir sind nicht zufrieden. Schön wäre es, wenn wir zumindest innerhalb des ersten Quartals am Start sein könnten“, so Presbyteriumsmitglied Rainer Coerds. Der Grund für die Verzögerung liegt in der derzeit hohen Auslastung der Handwerksbetriebe. So ist der Innenausbau erst viel später gestartet als kalkuliert. Also wird die alte Sparkassen-Zweigstelle wohl noch länger als Anlaufpunkt für die Gemeinde dienen. Immerhin: Die verlängerte Bauphase hat keine Auswirkungen auf die Kosten. Die Gemeinde rechnet – böse Überraschungen ausgeschlossen – mit 340 000 Euro. Überhaupt: „Wir werden das schon hinkriegen“, ist Rainer Coerds überzeugt. 

Die Arbeiten hatten im Spätsommer 2016 begonnen. Das neue Gemeindehaus orientiert sich mit seiner Größe von 130 Quadratmetern an den Erfordernissen der Kirchengemeinde, so die Überzeugung der Planer. Ein großer Saal mit offener Küche, ein Büro und ein behindertengerechtes WC seien in moderner Bauweise schick „verpackt“ und sollen am Ende alle begeistern. Energetisch soll das Objekt mit Dreifachverglasung und Luft-Wärme-Pumpe auf höchstem Stand sein. Nach der Fertigstellung bietet das Gebäude mit Küche, Nebenzimmern und Versammlungsraum Platz für rund 60 Personen. „Deutlich kleiner als das alte Gemeindehaus“, räumte Architekt Werner Sander bei der Vorstellung der Pläne ein. 13 Parkplätze stehen nach dem Ende der Bauphase auf dem Platz vor dem neuen Gemeindehaus zur Verfügung. 

Gerade das Umfeld ist es aber, das den verantwortlichen am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Schon lange ist man sich mit einem Interessenten über den Verkauf des alten Pfarrhauses einig. Der allerdings will – wirtschaftlich nachvollziehbar – Veränderungen am denkmalgeschützten Gebäude vornehmen, beispielsweise einen Balkon anbauen. Doch der Denkmalpfleger bleibt hart. „Langsam läuft uns die Zeit weg“, fürchtet Rainer Coerds. Um in den Genuss von Fördergeldern zu kommen, müssen die Arbeiten noch in diesem Jahr beendet werden. Im Vorfeld hatte es um die Baumaßnahmen rund um die Kirche heftige Diskussionen gegeben. Vor allem der Verkauf des alten Pfarrhauses und der Abriss der Kinderlehr waren umstritten. J rad

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