Pilgergruppe stellt "Welveraner Modell" bei Radio Vatikan vor

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Die Reisegruppe aus Welver besuchte in Rom neben dem Vatikan auch das Kolosseum.

Rom/Welver- Die Pilgerfahrt der Sankt-Maria-Gemeinde Welver nach Rom diente bisher zum Austausch der in Welver aufgenommenen indischen Geistlichen und der Gemeinde und zum Sammeln von Erfahrungen. Diesmal wurde die Reise durch einen besonderen Höhepunkt ergänzt: einen Besuch bei Radio Vatikan.

Vier Priester, darunter drei indische Geistliche, drei Jugendliche und vier erwachsene Gemeindemitglieder machten sich kürzlich auf den Weg nach Rom, um dort nicht nur dem Papst zu begegnen, den Vatikan kennen zu lernen und die Stadt zu besichtigen sondern vielmehr um das „Welveraner Modell“ zu stärken. Dazu habe insbesondere eine Führung durch die Gebäude von Radio Vatikan durch Mario Gargano gedient, der für die deutschsprachigen Inhalte im Radio zuständig ist, berichtete der Welveraner Priester André Aßheuer. Nachdem die Gruppe mit den Funktionen des Radios vertraut gemacht worden war, durften die Mitglieder auch selbst an das Mikrofon. 

Im Interview stellte André Aßheuer das „Welveraner Modell“ vor. Auch der indische Geistliche Pater Nelson erläuterte seine Erfahrungen in Deutschland und beschrieb seine Aufgabe als „Gottesplan“. Der Mitpilger Marvin Reinhardt, der als Messdienerleiter und Sprachlehrer in der Gemeinde arbeitet, machte auf die Sprachbarrieren aber auch das gemeinsame Lernen über verschiedene Kulturen aufmerksam.

In 40 Sprachen für die Welt 

Welveraner Modell

Die St.-Maria-Gemeinde hat sich mit dem „Welveraner Modell“ seit 2014 zur Aufgabe gemacht, ausländische und besonders indische Geistliche im Bistum Paderborn aufzunehmen und so gegen den Priestermangel vorzugehen. Ins Leben gerufen wurde es durch den Welveraner Priester André Aßheuer.

Mario Gargano selbst war mit diesen Problemen bereits in Berührung gekommen. Während der Führung berichtete er, dass das Radio Vatikan mittlerweile über 40 Sprachen in die ganze Welt ausstrahlt und somit viele Länder in den Gebäuden des Radios zusammenkommen. Besonders betonte er, dass auch politische Gefahrensituationen im Radio deutlich werden und einige Mitarbeiter aufgrund von der Terrorgefahr´unter Synonymen arbeiten müssen. „Es fühlt sich an wie UNO“, fügte er während der Führung hinzu. Das Zusammenkommen verschiedener Sprachen und Länder, verschiedener Kulturen und auch das indirekte Eingreifen in politische brisante Gebiete der Welt machten das Radio vergleichbar mit dem großen Staatenzusammenschluss. 

Die Mitglieder der Gemeinde St. Maria freuten sich darüber, einen Einblick in diese Institution zu erhalten. Schließlich ist es Sinn des Welveraner Modells, den interkontinentalen Kontakt zu stärken und ausländische Geistliche in die Reihen deutscher Priester aufzunehmen.

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