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Drosselweg als Einbahnstraße?

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Von: Dirk Wilms

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Der Fuß- und Radweg am östlichen Ende des Drosselwegs könnte für den Autoverkehr der Anlieger genutzt werden.
Der Fuß- und Radweg am östlichen Ende des Drosselwegs könnte für den Autoverkehr der Anlieger genutzt werden. © Dirk Wilms

Die Verkehrsführung am nördlichen Ende der Straße Am Markt beschäftigt auch in der nächsten Woche die Politik in Welver. Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz wird am Donnerstag, 20. Oktober, ab 17 Uhr im Rathaus über die jüngsten Vorschläge diskutiert.

Welver - Dabei bringt die Gemeindeverwaltung eine neue Idee ins Gespräch: Der Drosselweg könnte als Einbahnstraße genutzt werden. In der Ratssitzung vor zwei Wochen war von Kay Philipper von Welver 21 der mögliche Begegnungsverkehr auf dem südlichen Reststück des Finkenwegs als Gefahrenquelle genannt worden.

Als Alternative wurde von Heiko Kosche von der FDP angeregt, das nördliche Reststück der ehemaligen Bahnhofstraße als Einbahnstraße in südliche Richtung nutzen zu können. Damit solle gewährleistet werden, dass Anlieger vom Drosselweg zu ihren Häusern gelangen können, ohne die komplette künftige Einbahnstraße Am Markt durchqueren zu müssen. Für sie war die Option des Begegnungsverkehrs auf dem Finkenweg in die bisherigen Pläne eingearbeitet worden.

Nun hat Bauamtsleiterin Katrin Hofma die Alternative mit dem Drosselweg aufgezeigt. Demnach könnte der jetzige Fuß- und Radweg ab Starenschleife für die Anlieger als Einbahnstraße geöffnet werden. Die Ausfahrt wurde dann über den Finkenweg möglich sein, der nur noch in Richtung Norden befahrbar wäre.

Die Verwaltung hält zunächst aber an dem Vorschlag fest, der im Vorentwurf Begegnungsverkehr auf dem Finkenweg-Reststück vorsieht. Sollte das zu Konflikten an dieser Stelle führen, könnte im Nachgang der gesamten Umbaumaßnahme rund um Marktplatz und Straße Am Markt der Drosselweg geöffnet werden, damit Anlieger ihn in westlicher Richtung durchfahren könnten.

Der Option mit dem Reststück der alten Bahnhofstraße als Einbahnstraße in südlicher Richtung erteilt die Verwaltung eine Absage. Zwar sei es grundsätzlich möglich, rund um das Filetstück quasi einen Kreisverkehr zu schaffen. Doch würde in diesem Fall das gesamte Aufenthaltsgebiet am Nordende des Ortszentrum entfallen. Zudem würde eine zusätzliche Straße für Autos eine Gefahrenstelle für Fußgänger, insbesondere für Kinder auf dem Weg zur Grundschule schaffen. Stellungnahmen zu dieser Variante seitens Straßen NRW und Kreis Soest stehen noch aus.

Die Verwaltung hat bei der Planung für den Umbau der Straße Am Markt und den Marktplatz weitere Ideen aus der Bevölkerung eingearbeitet, die im Rahmen der jüngsten Bürgerbeteiligung eingebracht worden sind. So soll ein zusätzlicher Behindertenstellplatz vor der Arztpraxis entstehen und drei zusätzliche Stellplätze vor dem früheren Sparkassen-Gebäude neben dem Kiosk. Eine angepasste Möblierung, um wildes Parken zu verhindern, soll ebenso berücksichtigt werden wie eine eine Anpassung der Lieferzone vor der Post.

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