Luisenstraße: Neuer Gehweg lässt Gärten schrumpfen

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Jetzt ist wieder Platz für die Verbindung zwischen Baugebiet und Hermann-Löns-Straße entlang der Gartenstraßen-Grundstücke (rechts).

Welver - Bei der Erschließung des kleinen neuen Baugebietes an der Luisenstraße gab es Probleme der kuriosen Art.

Im äußersten nördlichen Bereich ist ein Fußweg vorgesehen. Dort befindet sich ein kanalisierter Graben, Grundstücksbesitzer ist die Gemeinde Welver. Alles gut eigentlich, hätte nicht der eine oder andere Hausbesitzer aus dem Bereich Gartenstraße genau dort, an einer südlichen Grundstücksgrenze, im Laufe der Jahre sein Refugium schleichend erweitert. In einem Fall wurde sogar ein Gartenhäuschen auf das gemeindeeigene Gelände gesetzt. 

Mittlerweile herrscht wieder Ordnung, die betreffenden Grundstücke schrumpften und das Gartenhaus wurde entfernt. Die Begeisterung bei den Grundstücksnutzern hielt sich laut Schumacher in Grenzen. Repressalien haben sie immerhin nicht zu befürchten. „Die Nutzung hat niemandem weh getan“, so der Rathaus-Chef. Der nördlich im Plangebiet vorgesehene Gehweg soll vom Vorhabenträger MD Projekt im Zuge er Erschließungsarbeiten erstellt werden. Kosten für die Anlieger der Gartenstraße sollen dabei nicht anfallen. 

Trotzdem regt sich dort Widerstand. Ein Anwohner bemängelte im Vorfeld, dass der Weg altes und neues Wohngebiet trennen könnte und so gut nachbarschaftliche Beziehungen schwieriger würden. Zudem sei davon auszugehen, dass die Wegschneise von hohen Hecken gesäumt würde. Diese Befürchtungen teilt die Gemeinde Welver nicht. „Aus städtebaulicher Sicht wird der geplante Weg als äußerst sinnvoll angesehen“, heißt es in einer Reaktion auf den Bürger-Einwand. Der geplante Gehweg soll dann auch gleich mehrere Funktionen erfüllen. Zunächst liegt in dieser Fläche bereits jetzt schon ein Regenwasserkanal, der zukünftig auch das Regenwasser des neuen Baugebietes aufnehmen soll. 

Eine Untersuchung hat bereits ergeben, dass der Kanal unbeschädigt ist. Sollten im Zuge der Erschließungsarbeiten dennoch Schäden offensichtlich werden, „werden entsprechende Maßnahmen ergriffen“, hat die Gemeindeverwaltung bei einer Bürgerversammlung angekündigt. Des Weiteren dient der Weg zukünftig auch der fußläufigen Erreichbarkeit des Kinderspielplatzes in der Hermann-Löns-Straße. Das spart Kosten und Fläche: So müssen im neuen Baugebiet der alten Gärtnerei keine weiteren Spielplatzflächen berücksichtigt werden müssen.

 In einem späteren Schritt könnte auch noch ein Anschluss an die östlich liegende Birkenstraße erfolgen, so dass eine direkte Verbindung von dem Baugebiet „Hermann-Löns-Straße“ vorbei an dem neuen Baugebiet Richtung Ortsmitte entstünde.

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