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Übelriechender Einsatz: Bullen stürzen in Güllegrube - ein Tier stirbt

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Von: Josef Holthoff

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Fünf Bullen sind in Dinker in eine Güllegrubbe eingebrochen. Ein Tier ist bei dem Unglück gestorben.
Fünf Bullen sind in Dinker in eine Güllegrubbe eingebrochen. Ein Tier ist bei dem Unglück gestorben. © Josef Holthoff

5 Jungbullen sind in eine Güllegrube eingebrochen. Für die Feuerwehr Welver entpuppte sich der Einsatz als komplex und übelriechend. Ein Tier ist gestorben.

Dinker - Zu einem schwierigen und übelriechenden Rettungseinsatz wurde am Mittwoch (18.11.2021) die Freiwillige Feuerwehr Welver alarmiert. 5 Jungbullen waren bei einem Landwirt in Dinker im Kreis Soest (NRW) in eine Güllegrube eingebrochen und drohten in der Gülle zu verenden.

KreisSoest
Fläche1.328,63 km²
Einwohner301.016

Einsatz in Dinker: Bullen stürzen in Güllegrube - ein Tier stirbt

Durch eine 80 mal 80 Zentimeter große Öffnung, die eigentlich mit einer Stahlplatte gesichert war, sind die 5 Tiere in die Güllegrube gestürzt, eine Rettung durch diese Öffnung war jedoch nicht möglich, wie die rund 20 Wehrleute aus Dinker und Vellinghausen schnell feststellten.

Bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte unter der Leitung von Stefan Bielefeld hatte der Landwirt ein Lohnunternehmen mit dem Leerpumpen der Grube beauftragt, das im weiteren Verlauf die Betondecke aufschnitt, um die Öffnung zu vergrößern. Mittels Hochleistungslüftern sorgten die Wehrleute zwischenzeitlich für einen Luftaustausch in der Grube, um die Tiere mit Sauerstoff zu versorgen.

5 Jungbullen in Dinker sind in eine Güllegrube gefallen. Die Feuerwehr war im Einsatz. Ein Tier ist bei dem Unglück gestorben.
Dreckig, nass und noch etwas unter Schock: 4 Jungbullen konnten aus der Güllegrube gerettet werden © Josef Holthoff

Mit einem Bagger wurde anschließend die herausgeschnittene Betonplatte abgehoben. Zunächst wurden jetzt die aufgeheizten Tiere durch die Feuerwehr mit einem Sprühstrahl langsam heruntergekühlt, um einen Schock zu vermeiden. Da auch ein Tierarzt alarmiert worden war, wurden die durchgeführten Maßnahmen eng mit ihm abgestimmt, auch das Veterinäramt war über Telefon beteiligt.

Dinker: Feuerwehr rettet Jungbullen aus Güllegrube

Erst nachdem die Öffnung auf 1 mal 1 Meter vergrößert worden war, konnte mit den eigentlichen Rettungsmaßnahmen begonnen werden. Mit breiten Gurten und dem Hoflader des Landwirts wurden die rund 400 KG schweren Jungbullen vorsichtig aus der Grube gehoben. Da eines der Tiere mittlerweile trotz aller Bemühungen verendet war, mussten die Retter unter Atemschutz in die Grube steigen, um das Tier zu bergen.

Für den Eigenschutz war vorsichtshalber ein Rettungswagen alarmiert worden und befand sich vor Ort. Eine direkt angrenzende Grube wurde sicherheitshalber sofort mit überprüft. Insgesamt dauerte der Einsatz fast 6 Stunden. Resümee der Wehrleute: „Die Klamotten müssen jetzt in die Reinigung“. Die Jungbullen wurden anschließend in einem anderen Stall untergebracht.

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