Feuerwehreinsatz in Welver

Scheunendach-Brand in Klotingen: War es Brandstiftung?

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[Update] Welver – Die Ursache für den Brand eines Scheuendachs in Welver-Klotingen ist weiter unklar. Nach den Ermittlungen ist auch Brandstiftung nicht auszuschließen.

Die Nacht auf Sonntag (31. März) war aufgrund der Zeitumstellung zwar um eine Stunde kürzer, für viele Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Welver wurde sie dennoch lang. Um kurz vor 1 Uhr wurden sie zu einem Brand nach Klotingen gerufen, die Löscharbeiten zogen sich bis in den Morgen.

Im Hellen wurde dann das ganze Ausmaß des Feuers sichtbar: Der Dachstuhl eines größeren Scheunenkomplexes - ein 30 Meter langes Backsteingebäude - am Ortseingang von Klotingen wurde ein Raub der Flammen. Auch im Inneren des Gebäude richtete das Feuer großen Schaden an. Untergebracht waren dort Büro, Arbeitsmaterial und Maschinen eines ortsansässigen Bauunternehmers.

98 Kräfte im Einsatz

Für viele Einsatzkräfte wurden schon bei der Anfahrt Erinnerungen wach. Erst im Januar 2018 wurden sie auf der gleichen ehemaligen Hofanlage mit dem Brand von 15 Gebrauchtfahrzeugen konfrontiert, nun brannte es wenige Meter entfernt von der damaligen Einsatzstelle.

Schon als die ersten Feuerwehrleute eintrafen standen große Bereiche des Dachstuhls in Flammen, der Brand war weit über die Ortsgrenze hinaus sichtbar. War zunächst nur der 1. Löschzug alarmiert, wurden umgehend auch die Löschgruppen des 2. Zuges zum Brandort beordert, zwischenzeitlich befanden sich 98 Einsatzkräfte vor Ort.

Feuerwehr löscht Brand in Klotingen

Feuerwehr löscht Brand in Klotingen

Diese sahen sich gleich mehreren Herausforderungen gegenüber. Vor und im Gebäudekomplex waren Fahrzeuge geparkt, zudem drohten die Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus überzugreifen. Die gute Nachricht: Am Wohnhaus entstanden nun minimale Schäden auch auch die gefährdeten Fahrzeuge konnten in Sicherheit gebracht werden.

Arbeiten dauerten bis zum Morgen

Unterstützung erhielten die Welveraner Einsatzkräfte dabei von der Drehleiter der Werler Feuerwehr, die sich bei der Bekämpfung des brennenden Dachstuhls als besonders effektiv erwies. Dennoch zogen sich die letzten Löscharbeiten hin. Erst um kurz vor 8 Uhr konnten auch die letzten Feuerwehrleute abrücken, zuvor hatten sie unter anderem noch einen Schwelbrand am Dachgiebel des Wohnhauses gelöscht – eine Wärmebildkamera half bei der Suche nach solchen versteckten Brandnestern.

Der entstandene Gesamtschaden könnte sich nach erster Einschätzung im sechsstelligen Bereich bewegen.

„Das Endergebnis der Ermittlungen geht zur Staatsanwaltschaft“, erklärte Polizei-Pressesprecher Holger Rehbock auf Anfrage zur Ermittlung der Brandursache bei dem Brand auf einem Scheunenkomplex in Klotingen. Der Sachbearbeiter der Kripo habe erklärte, dass er wegen der ausgeprägten Brandzehrungen beides, also weder Selbstentzündung durch technischen Defekt noch Brandstiftung ausschließen könne.

Im weiteren Verfahren, so Rehbock, könnten nun die Staatsanwaltschaft oder der Versicherer der Scheune einen Gutachter zur Ermittlung der Ursache bestellen.

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