Nach Corona-Zwangspause

Bürgerbus-Fahrer in Welver nahezu vollzählig wieder am Lenker

Team Bürgerbus Welver
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Sie lenken den Bürgerbus in Welver

Die Meinung unter den 15 Fahrern des Welveraner Bürgerbusses ist einstimmig: „Wir fahren weiter!“ Corona hin oder her. Die Chauffeur-Gemeinschaft um Peter Schlüter hat jetzt bei einem Fahrertreffen die Lage sondiert. Bestärkt werden die Frauen und Männer durch die Nachfrage: Pro Tag steigen mittlerweile wieder um die 20 Fahrgäste zu und pendeln so von Dorf zu Dorf und in den Zentralort.

Welver - Mehr als ein halbes Jahr – der Anzeiger berichtete in der vergangenen Woche – stand der Bürgerbus aus Sorge vor möglichen Infektionen durch die Pandemie still. Seit Monatsbeginn rollt er wieder; die Fahrgäste zögerten erst, jetzt sind sie wieder an Bord – wenn auch noch in der Schar wie vor Corona. Vergangene Woche musste sich das Team noch ordentlich nach der Decke strecken: Fünf der 15 Fahrer fielen aus. Einige wollten erst einmal abwarten, wie der Bürgerbus in diesen ungewöhnlichen Zeiten anläuft und wie sich die Fahrgäste verhalten.

Inzwischen kann Peter Schlüter alle beruhigen: Das Team ist fast vollzählig; nur drei fehlen: Zwei Männer, die nach Knie-Operationen nicht fahrtüchtig sind, und eine Fahrerin, die in ihrem Umfeld Kontakt zu einer positiv auf das Virus getesteten Bekannten hatte und deshalb auf Nummer Sicher gehen möchte.

Im Dezember bekommt das Team sogar noch Verstärkung: Ein Ehrenamtler hat sich gemeldet und bereiterklärt, sich künftig hinters Steuer setzen zu wollen. Der Mann kümmert sich im Moment noch um den dafür nötigen Personen-Beförderungs-Schein.

Was den eigenen Schutz im Bus anlangt: Wer zusteigt, hat „ganz selbstverständlich“ einen Mund-Nasen-Schutz aufgezogen, den er während der Tour aufbehält und erst nach Verlassen des Busses abstreift. Zudem gehört es zu den Auflagen für die Fahrer, nach jeder Tour, wenn alle von Bord gegangen sind, mit einem Desinfektionsmittel alle Griffe und sonstigen Flächen abzuwischen, die von den Fahrgästen berührt worden sind.

Nach der langen Zwangspause – auch dies ist beim Fahrertreffen deutlich geworden – sei es höchste Zeit gewesen, den Re-Start zu wagen. Schon allein wegen der immer kürzer werdenden Tage und dem Wunsch, auch im Herbst und Winter von A nach B zu kommen. Schlüter: „Es hätte nichts gebracht, bis auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu warten; das Leben muss weitergehen.“

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