300 Christen feierten Geburtsstunde der Pfarrei St. Maria

WELVER -  „Einheit in Vielfalt“ – unter diesem Motto feierte die Pfarrei St. Maria Welver am Sonntag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung festlich ihre Geburtsstunde.

Die Messe am Nachmittag in der St.-Bernhard-Kirche hielt Pastor André Aßheuer zusammen mit Dechant Dr. Gerd Best, dem ehemaligen Welveraner Pfarrer Eberhard Klein-Doppelfeld und Pater Subhast Ullatill aus Indien sowie der Gemeindereferentin Dorothee Topp.

Die Mitgestaltung übernahmen Fahnen-Abordnungen der örtlichen Vereine, zahlreiche Messdiener, Kantoren und der Kirchenchor Cäcilia unter der Leitung von Matthias Münstermann. Auch die guten ökumenischen Verbindungen und die Zusammenarbeit der neuen Pfarrei wurden durch das Vortragen der Lesung durch den evangelischen Pfarrer Karl-Heinz Klapetz verdeutlicht.

In seiner Predigt beschrieb Dr. Best wie die Menschen, veranschaulicht am wiederaufgekommenen Kennzeichen LP für Lippstadt immer mehr auf der Suche nach einer örtlichen Identität sind.

Daraus resultierte seine Frage, „ob die Kirche gerade mit Fusionen nicht gegen das Bestreben der Menschen handle?“ Der Dechant verwies darauf, dass die Verwaltung vereinheitlicht werden müsse, die Seelsorge und das Leben vor Ort aber am Beispiel Welver und Scheidingens facettenreich bleiben oder dies sogar noch gefördert wird. So entstehe eine „Einheit in Vielfalt“, „denn die Gemeinden vor Ort sind keine Konkurrenten, sie sollen sich gegenseitig mit ihren Charismen ergänzen“, stellt der Dechant deutlich dar.

Auf demokratische Art und Weise hatten im vergangenen Jahr alle Gläubigen der bisherigen Pfarreien die Möglichkeit, Vorschläge für den neuen Pfarrpatron zu machen. Bei der Wahl im April 2013 erlangte die Gottesmutter Maria die meisten Stimmen und war damit auserkoren.

Das bewusst für diesen Festakt ausgewählte Fest der Taufe Jesu stellt den Anfang des Wirkens Jesu dar, wie dieser historische Tag den Anfang eines neuen Abschnitts der Kirchengeschichte darstellt. Eigens aus dem Jordan im Heiligen Land Israel mitgebrachtes Wasser wurde dazu zur Taufwasserweihe genutzt und als Zeichen des gemeinsamen Aufbruchs über den Gläubigen ausgesprengt.

Natürlich durften auch angesichts der historischen Bedeutung des Tages einige Grußworte seitens des Welveraner Bürgermeisters Ingo Teimann sowie des evangelischen Pfarrers Karl-Heinz Klapetz nicht fehlen. Dabei griff Pfarrer Klapetz das Zitat des Dechanten der „Einheit in Vielfalt“ auf und fand ermutigende Worte die kirchliche Gemeinschaft durch viele Unternehmungen zu leben.

Bürgermeister Teimann bot zwei Sichtweisen auf den Zusammenschluss der Welveraner und Scheidinger Pfarrei. So macht zunächst der demographische Wandel auch vor der Kirche keinen Halt, wodurch solche Zusammenschlüsse notwendig seien. Zweitens beschrieb Ingo Teimann aus seiner eigenen Jugend, wie das Amt Borgeln/Schwefe und die Werler Außenämter Welver und Scheidingen zur Gemeinde Welver zusammengelegt wurden, was heutzutage wie selbstverständlich erscheint. Diese Selbstverständlichkeit sollte auch die Zukunft der Pfarrei St. Maria Welver begleiten.

Ein weiteres Zeichen des Aufbruchs bildete die Übergabe der sieben neuen Kirchenbücher durch Dr. Best mit der Aufschrift St. Maria zu Welver an Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde:

Pastor Aßheuer nahm die Chronik in Empfang, die Bücher für Taufe, Erstkommunion, Firmung, das Traubuch sowie Sterbe- und Austrittsbuch überreichte der Dechant Pfarrsekretärin Simone Teimann, den beiden bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden der Kirchenvorstände Norbert Quante und Hermann Spierling, Gemeindereferentin Dorothee Topp sowie für den Pfarrgemeinderat Rafael Studnitzky und Heike Möller.

Vorgestellt wurde an diesem festlichen Tag auch Pater Subhast Ullatill, der bis Ende April in der Pfarrei mitarbeiten wird und der seit einer Woche im Pfarrhaus wohnt. Mit einem Ständchen am Ende der Messe überbrachte die Gemeinde dem indischen Geistlichen Glückwünsche zum 39. Geburtstag.

So ließ es sich kaum einer der 300 Gottesdienstbesucher nehmen, im Anschluss an die Messe bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen noch einige frohe Stunden im gänzlich gefüllten Bernhardhaus zu verbringen und den Geburtstag der Pfarrei St. Maria in „Einheit und Vielfalt“ zu feiern.

Heute steht nun die konstituierende Sitzung des neuen Pfarrgemeinderates sowie am Mittwoch die konstituierende Sitzung des Vermögensverwaltungsrates von St. Maria an, um den Weg in die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten. - tobi

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