Welver bekommt ein  Auto für Alle

Welver - Wer selten Auto fährt, aber trotzdem ab und an auf die motorisierte Mobilität nicht verzichten will, der kommt in der Gemeinde Welver bislang ziemlich schlecht weg. Das soll sich demnächst ändern.

Mittwochabend beschloss der Ausschuss für Gemeindeentwicklung grundsätzlich, auch in Welver das so genannte Carsharing einzuführen. In Bahnhofsnähe stationiert wird vermutlich ein Kleinwagen. Dabei dürfte es sich um einen Ford Fiesta handeln, denn das Angebot entsteht in Kooperation mit dem Fordcenter Kamen in Soest, das sich wiederum dem Anbieter „Flinkster“ angeschlossen hat – einer Tochter der Deutschen Bahn. Kamen-Geschäftsführer Jochen Bock hat bereits seit zwei Jahren gute Erfahrungen mit dem Carsharing in Soest und Bad Sassendorf gemacht. Als Hauptvorteil nennt er geringe Kosten für die Nutzer. Das Auto kann nach vorheriger Online-Anfrage jederzeit gebucht werden. Voraussetzung: Man hat sich zuvor angemeldet und mit der Vorlage seines Führerscheins den Nachweis zur Berechtigung des Autofahrens erbracht. „Das ist bei uns nicht anders als bei Autoverleihern“, so Bock. Allerdings sei die Nutzung nach der einmaligen Registrierung einfach und unkompliziert, betont er. Geöffnet wird das Fahrzeug durch die Kundenkarte oder die entsprechende App fürs Smartphone. Den Autoschlüssel aus dem Handschuhfach nehmen, ins Schloss stecken – und schon kann es losgehen. 

Als Standort steht derzeit der Park-and-Ride-Parkplatz hoch im Kurs. Hier stimmen die Rahmenbedingungen wie eine ausreichende Beleuchtung und auch die Nähe zum Zentrum ist gegeben. Langfristig soll das Angebot auch in die ISEK-Überlegungen einfließen. Zunächst steht wohl nur ein benzingetriebenes Auto zur Verfügung. Später ist durchaus auch die Umstellung auf die Elektroversion möglich. Das macht in Verbindung mit einer Ladestation durchaus Sinn: Erfahrungen zeigen, dass die Nutzer in der Regel nur fünf bis 20 Kilometer zurücklegen. Sobald rund 40 Welveraner mitmachen, läuft das Konzept rund. 

Tim-Fabian Römer Römer ist zufrieden, dass alle Fraktionen dem BG-Antrag zum Carsharing gefolgt sind: „Damit setzen wir ein Zeichen für den Umweltschutz und Mobilität in jeder Altersklasse.“ 

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