Welche Wege können weg?

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Keine Einbahnstraße: Für manchen Abschnitt könnte das Wegekonzept das Aus bedeuten, viel genutzte werden hingegen ausgebaut und modernisiert.

Welver – Welche Wirtschaftswege sind als Verbindungen wichtig, werden vielfach genutzt und müssen deshalb erhalten und modernisiert werden? Und welche Wege sind eigentlich überflüssig und können aufgegeben und ökologisch genutzt werden?

Zwischen diesen beiden Extremen spannt sich der Bogen bei der Entwicklung eines Konzeptes für Wirtschaftswege in der Gemeinde Welver. Zu einer öffentlichen ersten Vorstellung der Vorgehensweise bei der Erarbeitung des Konzepts kamen jetzt Geschäftsführer Eugen Bitjukov und Geomatiker Eduard Schwarz von der Firma GE-Kamm aus Melle (Gesellschaft für kommunale Infrastruktur) ins Rathaus. 

300 Kilometer langes Wegenetz

Das etwa 300 Kilometer lange Wegenetz ist an vielen Stellen in mangelhaftem Zustand und wird von vielen Menschen genutzt, sei es zum Erreichen von Bauernhöfen oder Wohnhäusern, als Abkürzung, zum Spazierengehen, Radeln oder Inliner fahren. Eugen Bitjukov und Geomatiker Eduard Schwarz hoffen darauf, dass sich im Laufe des Verfahrens viele Bürger einbringen, denn es gehe ja oft um Wirtschaftswege direkt vor ihrer Haustür und alle könnten mithelfen, das Konzept zu optimieren. 

Große Beteiligung bringt hohe Akzeptanz

Wenn sich viele Bürger beteiligen, dann erreiche das Konzept am Ende auch eine höhere Akzeptanz bei der Bevölkerung, hoffen die Organisatoren. Inzwischen wurden Arbeitskreise gebildet, die zusammen mit der Firma und der Bauverwaltung ein erstes Konzept erstellen. Später wird es in Dorfregionen Welvers Bürgerinformationen geben. Am Ende soll das Wirtschaftswegekonzept den Politikern und der Verwaltung eine Handlungsgrundlage geben, welche Wirtschaftswege in welcher Reihenfolge modernisiert oder gar wegen Bedeutungslosigkeit abgeschafft werden. 

Förderung bis zu 75 Prozent

Die Planer stellen sich bei der Klassifizierung der Wege folgende Fragen: . Welche Wege und Brückenbauwerke sind für die Gemeinde unverzichtbar und haben eine hohe Priorität? . Welche Wege könnten im Standard gesenkt, ökologisch aufgewertet oder sogar aufgegeben werden? . Welche Wege sind für die Allgemeinheit entbehrlich und könnten einzelnen Interessenten oder Nutzergruppen zur Verfügung gestellt werden? Ziel ist es, „ein zukunftsfähiges, bedarfsgerechtes und auch finanzierbares Wegenetz“ für die Gemeinde Welver zu schaffen. Das Projekt und die Umsetzung werden von der Europäischen Union über die Bezirksregierung mit bis zu 75 Prozent gefördert.

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