Entwurf liegt vor, Entscheidung in Welver lange nicht in Sicht

Brandschutzplan in der Warteschleife - doch die Zeit drängt

Die Welveraner Feuerwehr soll langfristig besser aufgestellt werden.

Welver - Die Zeit drängt, doch bei der Erstellung des Brandschutzbedarfsplan scheint sich derzeit niemand so recht zu kümmern. Schuld ist nach Ansicht der Verwaltungsspitze die Politik.

Die Fraktionen hatten bisher einen Beschluss über den längst vorliegenden Entwurf abgelehnt – zuletzt wurde die Angelegenheit im Hauptausschuss am 13. Februar ohne Beratung von der Tagesordnung genommen. Strittig ist insbesondere die Schutzzieldefinition. Davon hängen die Kosten, aber unter anderem auch Standorte für neue Gerätehäuser ab.

 „Der Ball liegt eindeutig bei den Fraktionen“, sagt Bürgermeister Uwe Schumacher. „Butter bei die Fische“, fordert Beigeordneter Camillo Garzen. Das „Rumgeeiere“ mache „langsam keinen Spaß mehr“. Ungewohnt deutliche Worte. 

Seit Wochen wartet das von der Gemeinde beauftragte Unternehmen Saveplan auf eine Ansage, wie es mit dem vorliegenden Entwurf des Brandschutzbedarfsplans weitergehen soll. Dem Hinweis aus der Politik, die Verwaltung müsse verschiedene Möglichkeiten zur Diskussion stellen, tritt Garzen energisch entgegen. Man könne den Gutachter nicht mit zig verschiedenen Varianten beschäftigen. Schumacher betont: „Wir machen alles, was von uns gewünscht wird. Aber wir müssen konkret wissen, was das ist.“ Jetzt soll das Thema zumindest wieder auf der Tagesordnung des nächsten Feuerwehrausschusses auftauchen. Der tagt am 28. Mai. Nächste reguläre Ratssitzung im Anschluss: 10. Juli. Eine schnelle Lösung wäre damit immer noch nicht erreicht. Denn die Entscheidungsbefugnis hat nur der Rat. 

Seit Jahresbeginn liegt der Entwurf des Brandschutzbedarfsplanes offiziell vor. Der letzte Brandschutzbedarfsplan datiert aus dem Jahr 2009. Ein fertiges Konzept hätte eigentlich schon längst fertig sein müssen.Seit Januar 2016 ist die Gemeinde verpflichtet, alle fünf Jahre den Plan fortzuschreiben. 

Der Kreis Soest ist in dieser Angelegenheit bereits Mitte 2016 bei der Gemeindeverwaltung vorstellig geworden. Sie wurde schriftlich aufgefordert, die fällige Überabeitung anzupacken. Neben der Frage, wie schnell die Feuerwehr mit welchen Kräften von welchem Gerätehaus aus in Zukunft zu den Einsätzen startet, drängt ein zweites Problem, das nicht die Sicherheit der Bürger, sondern der Wehrleute selbst betrifft: Die Ausstattung vieler Gerätehäuser ist mangelhaft. Die Unfallkasse drängt auf eine Beseitigung der Mängel. Und zwar zügig.

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