Feuerwehr bekommt neue Gerätehäuser

Welver - Die Feuerwehr wird in den nächsten Jahren zur Großbaustelle. Der neue Brandschutzbedarfsplan, auf dessen Grundzüge sich nach langem Hickhack mittlerweile alle Fraktionen, Feuerwehrführung und Verwaltung verständigt haben, sieht umfassende Investitionen und Neubauten an den Standorten vor.

So wird es mittelfristig neben dem schon fest stehenden Gerätehaus-Ersatz in Schwefe auch Neubauten in Welver, Scheidingen und Berwicke geben. Langfristig sollen auch in Klotingen und Einecke die Bagger anrollen. Bestehen bleiben nach Modernisierungen die Gerätehäuser in Vellinghausen und Borgeln sowie natürlich der neue Standort in Dinker. Das Programm wird etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen. „Ich glaube, wir haben eine gute Lösung gefunden“, resümierte Beigeordneter Camillo Garzen am Mittwochabend im Feuerwehrausschuss zufrieden. 

Klar ist man sich mittlerweile auch bei der lange diskutierten Schutzzieldefinition. In zehn Minuten sollen bei einem kritischen Wohnungsbrand die ersten Kräfte vor Ort sein. Und zwar in mindestens 90 Prozent aller Fälle. „Das passt zu einem ländlich geprägten Raum wie Welver“, bemerkte Jochen Siepe von der Firma Saveplan, die den Entwurf zum neuen Brandschutzkonzept erarbeitet hat. Der Ingenieur spricht insgesamt von einer „sinnvollen und zukunftsträchtigen Standortstruktur.“ Jetzt soll der aktuelle Stand der Dinge erneut kurzfristig in einer Gruppe aus Feuerwehr-Vertretern, Ortvorstehern und Verwaltung besprochen werden, ehe der Hauptausschuss am 26. Juni eine finale Empfehlung an den Rat gibt. 

Wahnsinnig viel Zeit bleibt nicht. Nach der der Sommerpause – spätestens am 15. August – will der Kreis Soest ein fertiges Konzept sehen. Das hat die Aufsichtsbehörde der Verwaltung unmissverständlich mit auf den Weg gegeben. Garzen: „Diese Latte dürfen wir nicht reißen.“ Auch Wilfried Starb (Welver 21) mahnte eindringlich, den fälligen Beschluss nicht erneut platzen zu lassen: „Das Rumeiern muss aufhören.“ Die Chancen dafür stehen gut. Zuletzt haben sich die Beteiligten in konstruktiven Sitzungen gemeinsam dem Ziel genähert. Heiko Kosche (FDP): „Daraus müssen wir lernen.“ Er regte an, auch in den nächsten Jahren regelmäßig Arbeitsgruppen tagen zu lassen. 

Genug zu tun gibt es allemal. Denn noch gar nicht angesprochen wurden die Themen Ausrüstung und Fuhrpark. Michael Schulte (CDU) mahnte dringend auch dafür ein verbindliches Konzept und die Verpflichtung des Rates zu entsprechenden Entscheidungen an. „Es kann nicht angehen, dass über jede Anschaffung jedes Mal neu verhandelt wird“, so Schulte. Zustimmung von Cornelia Plaßmann (Grüne): „Wir stehen im Wort.“

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