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Baubeginn am Bahnhof Welver ist erst in drei Jahren

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Von: Dirk Wilms

So soll der Bahnhaltepunkt Welver im Jahr 2025 aussehen; hier der Blick von der Ladestraße aus.
So soll der Bahnhaltepunkt Welver im Jahr 2025 aussehen; hier der Blick von der Ladestraße aus. © DB

Wenn alles wunschgemäß verläuft, dann werden die Bahnreisenden im Jahre 2025 nicht mehr die 40 Treppenstufen von der Unterführung an der Werler Straße erklimmen müssen, wenn sie ihren Zug erreichen wollen. David Lemme von DB Station und Service AG aus Düsseldorf stellte dies jedenfalls den Mitgliedern des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz der Gemeinde Welver in dessen jüngster Sitzung in Aussicht.

Welver - Er präsentierte der Politik und den Gästen das Projekt der Umgestaltung des Bahnhaltepunktes, dessen Vorplanungen und Verträge abgeschlossen sind. Derzeit laufen die Entwurfsplanungen und werden zur Genehmigung vorgelegt; damit ist im ersten Quartal 2022 zu rechnen. Die größte Hürde folgt im dritten Quartal nächsten Jahres mit der Abgabe der Pläne beim Eisenbahn-Bundesamt.

„Da muss man mit einem Jahr Bearbeitungszeit rechnen“, gab Lemme zu bedenken. Daher ist erst im dritten Quartal 2023 mit grünem Licht seitens der in der alten Bundeshauptstadt Bonn angesiedelten Behörde zu rechnen. Der Baubeginn könnte 2024 erfolgen, der Abschluss der Arbeiten mit der Inbetriebnahme wäre demnach 2025 zu erwarten.

Lemme veranschaulichte zuvor den Stand der Planungen. Demnach werden sowohl von der Nordseite an der Ladestraße als auch von der Südseite am Ostbusch Rampen auf die neuen Außenbahnsteige führen. Sie weisen aber eine so geringe Neigung auf, dass Lemme eher von geneigten Wegen sprach. Zudem gibt es auf beiden Seiten Freitreppen, eine vom Parkplatz am Ostbusch aus, eine direkt hinter dem Rathaus. Zudem wird auf der Nordseite eine Fahrradrampe gebaut.

Für den vier Meter breiten Tunnel wird ein Einschnitt in den Wall vorgenommen, um die Länge des Tunnels zu minimieren. Daher muss die gerade erst in Bau befindliche Lärmschutzwand dann schon wieder in Teilen abgerissen und neu errichtet werden. Mit dem neuen Bahnhaltepunkt werden auch ganz neue Beleuchtungsanlagen auf den Wegen und auf den Bahnsteigen verbunden sein, ebenso ein neues Wegeleitsystem und neue Wartebereiche.

Die Bahnsteige werden 185 Meter lang sein. Auf die Nachfrage vom Ausschussvorsitzenden André Buschulte, ob dort dann vielleicht auch mal der Regionalexpress Halt machen könnte, erläuterte Lemme, dass diese Züge 215 Meter lang seien. „Das ist dann eher schlecht.“

Die Gemeinde ist bei dem Bauvorhaben finanziell in vielerlei Hinsicht gefordert. Ganz und gar ist die Kommune hinsichtlich der Planung und des Baus der Freitreppe von der Ladestraße zum Tunnel und der Fahrrad-Rampe in der Pflicht. Anteilige Kosten sind zu übernehmen beim Neubau der Personenunterführung (22 Prozent), der südlichen Zuwegung zum Park-and-Ride-Platz am Ostbusch (10 Prozent), der Rampe vom Park-and-Ride-Platz zu Bahnsteig 1 (60 Prozent), der kleinen Treppe zum Ostbusch (100 Prozent) und des Rampen-Brückenelements zum Bahnsteig 2.

Noch aber ist das Zukunftsmusik, noch müssen die Bahnfahrer die 40 Stufen hinauf beziehungsweise hinunter klettern, wie sie es seit über 40 Jahren gewohnt sind, seit der Mittelbahnsteig Ende der 70er gebaut worden ist. Vier Jahre noch, schätzungsweise.

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