Bauausschuss will sich die Bördehalle genauer ansehen

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Nicht nur die die Weihnachtsfeier des Seniorenbeirates (Bild) findet in der Bördehalle statt. Vereine und die Schützen selbst nutzen das in die Jahre gekommene Gebäude.

Welver - Hier tagen die Schützen, tobt der Karneval und gibt sogar der eine oder andere Comedy-Star ein Gastspiel: Die Bördehalle ist das größte Veranstaltungsgebäude in Welver. Die Zukunft ist ungewiss. 

Der Pachtvertrag mit den Schützen läuft langsam, aber sicher aus und der Bau weist einen erheblichen Renovierungsstau auf. Mehr als eine Million Euro würde es nach Berechnungen der Gemeinde kosten, das „alte Haus“ wieder fit für die Zukunft zu machen. 

Was tun? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am kommenden Dienstag um 17 Uhr im Ratssaal. 

Zuvor machen sich die Teilnehmer bei einer Ortsbesichtigung ein Bild. Mit dabei ist dann auch ein Vertreter des Schützenvereins, der die Halle bis zum Jahr 2020 gepachtet hat. 

Aktuelle Kosten zu dem aufgelaufenen Sanierungsaufwand liegen der Verwaltung zwar nicht vor, doch eine grobe Kostenschätzung aus dem Jahr 2012 lässt immerhin Rückschlüsse auf den Umfang der nötigen Sanierungsarbeiten zu. 

Dickste Batzen sind das Dach und Technik/Lüftung mit jeweils rund 300 000 Euro, hinzu kommen Positionen wie Erneuerung des Bodens und Dämmung der Außenfassade (je rund 100 000 Euro). 

Aufgrund fehlenden Fachpersonals im Hochbaubereich (ein neuer Ingenieur wird noch gesucht) konnten die Zahlen noch nicht verlässlich auf das Jahr 2017 aktualisiert werden. 

Eine angenommene mittlere Kostensteigerung von jährlich zwei Prozent würde jedoch zu Mehrkosten von gut zehn Prozent führen. Die kämen zur Schätzung von 2012 mit einer Gesamtsumme von knapp 960 000 Euro noch hinzu. 

Heißt: Rund 1,1 Mio. Euro wären nach aktuellem Stand realistisch. Bei der Beurteilung der Lage ist die Frage der Förderfähigkeit – beispielsweise durch ein Kommunalinvestitionsförderungsprogramm – mitentscheidend.

Der Schützenverein Horrido hatte Ende September 2016 den Antrag gestellt, Fördermittel daraus für die Bördehalle einzusetzen. 

Hier wäre jedoch eine vom Fördergeber vorgegebene Zweckbindungsfrist von zehn Jahren zu beachten. 

Darüber hinaus wäre von der Verwaltung abzuklären, ob die Förderfähigkeit auch für ein verpachtetes Gebäude gegeben ist. 

Die Schützen haben immer wieder betont, wie wichtig der Fortbestand der Bördehalle für das soziale Leben in Welver sei. 

Selbst die Gemeinde Welver nutzt das Gebäude zirka zehn Mal im Jahr für größere Veranstaltungen. Und auch der Jugendtreff ist im Obergeschoss untergebracht. 

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