Penny-Ansiedlung nimmt weitere Hürde

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Penny hat große Pläne auf dem ehemaligen Raiffeisengelände. Das gesamte Areal soll als Verkaufs- und Parkplatzfläche genutzt werden. Hinzu soll ein 500 Quadratmeter großer Grünstreifen kommen.

Welver - „Grundsätzlich positiv“ steht die Bezirksregierung den Penny-Planungen auf dem ehemaligen Raiffeisengelände an der Ladestraße gegenüber. Das ist das Ergebnis von Abstimmungsgesprächen mit der Regionalplanungsbehörde. Damit hat Penny eine weitere bürokratische Hürde genommen.

Anmerkungen gibt es lediglich zur Umsetzung. Arnsberg favorisiert statt einer Bebauungsplanänderung „aus Gründen der Rechtssicherheit“ einen neuen Angebots-Bebauungsplan oder einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Alles für die Praxis nicht weiter von Belang. Nicht ganz so rund lief es für Penny in jüngster Zeit in den gemeindlichen Gremien. Als Penny zum vorerst letzten Mal im Planungausschuss auf der Tagesordnung stand, war das Gremium nicht mal beschlussfähig. Deshalb will die CDU die Zuständigkeit für die „verfahrensleitenden Beschlüsse“ direkt dem Rat übertragen. Der Planungsausschuss soll künftig lediglich beratend tätig werden. 

Eine erfolgreiche Penny-Ansiedlung würde nach Ansicht von CDU-Fraktionschef Wolfgang Daube die „zukunftssichere Grundversorgung“ mit modernen Märkten abschließen. Und weiter: „Die hohe entwicklungspolitische Bedeutung in diesem Zusammnenhang anstehender Entscheidungen erfordert eine zügige und direkte Behandlung im Gemeinderat.“ Anders formuliert: Der CDU-Fraktionschef setzt alles daran, in dem Verfahren zügig weiter zu kommen. Zum Hintergrund: Der Rat hatte in seiner Sitzung am 22. Juni den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes in Verbindung mit der Änderung des Bebauungsplanes Nummer 9 „Sanierung Ortsmitte“ mit dem Ziel gefasst, im Zentralort den Penny- Markt an der Werler Straße auf das ehemalige Raiffeisengelände zu verlagern. 

5000 Quadratmeter großes Plangebiet

Die Grundzüge der Planung sehen vor, dass in dem 5 000 Quadratmeter großen Plangebiet innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches Ortsmitte eine 4 500 Quadratmeter große Sondergebietsfläche vorgesehen ist, die sich in eine überbaubare Fläche von 2 000 Quadratmetern und eine versiegelbare Freifläche für Parkraum von 2 500 Quadratmetern gliedert. Die maximal zulässige Verkaufsfläche soll inklusive Lebensmittelmarkt, Getränkemarkt, Backshop/Sitzcafé und weiteren kleinteiligen Einzelhandels-, Gewerbe- und Dienstleistungseinheiten bis zu 1 270 Quadratmeter umfassen. 

Darüber hinaus sollen Außenverkaufsflächen für Aktions- und Saisonwaren sowie als weitere temporäre Nutzungen ein Imbiss und ein Verkaufsstand für Obst und Gemüse zulässig sein. Voraussetzung für eine genehmigungsfähige Planung sind Fachgutachten für die Belange Einzelhandel, Verkehr, Lärm und Altlasten. Darüber hinaus bedürfen auch die Belange von Natur und Landschaft sowie Artenschutz einschließlich Ausgleichsmaßnahmen einer Beurteilung.

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