Altes Geschäftshaus an der Luisenstraße wird für Neubau abgerissen

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Mit Verkehrsbehinderungen müssen die Autofahrer ab Montag in der Luisenstraße rechnen. Das Gebäude, in dem jahrzehntelang der Betrieb „Gemüse Schulte“ untergebracht war, wird abgerissen

Welver – Sichtbare Veränderungen wird es gleich zu Beginn des neuen Jahres im Ortskern geben. Das Gebäude, in dem früher der Betrieb von „Gemüse Schulte“ in der Luisenstraße nur einen Steinwurf vom Kreisel entfernt untergebracht war, wird in der kommenden Woche abgerissen.

Ein Neubau mit sieben Wohneinheiten soll dort nach dem Willen von Bauherrn Frank Schulte entstehen, jede Einheit wird zwischen 79 und 88 Quadratmeter groß werden. Die Autofahrer müssen sich daher im Januar auf eine einspurige und teils durch Ampeln geregelte Verkehrsführung sowohl in der Luisen-, als auch in der Birkenstraße einstellen. Schließlich steht das große Gebäude dicht an der Straße. Ab Montag lässt die Lippetaler Baufirma Hohoff die Bagger anrollen, Ende Januar soll von dem Gebäude nichts mehr zu sehen sein. 

Mit großen Lastwagen wird der Abraum dann nach Lippetal gefahren, die Ziegel werden dort geschreddert und sollen möglichst für den Unterbau des neuen Hauses wiederverwendet werden. Im Inneren des Hauses waren die Bauarbeiter bereits seit einigen Wochen fleißig, der Fußboden des in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebauten Gebäudes ist mit Schutt bedeckt. 

Sanierung hätte "Fass ohne Boden" werden können

Lange hatte Frank Schulte hin- und her gerechnet, ob das 250 Quadratmeter große Anwesen mit 18 Zimmern zu sanieren ist, ob sich ein Umbau lohnen würde. „Das hätte ein Fass ohne Boden werden können, die Kosten wären nicht kalkulierbar gewesen“, sagt er.  Auch Architekten hätten von einer Sanierung abgeraten, bei den überall eingezogenen Holzdecken wäre allein der Brandschutz für ein Mietshaus schon unüberschaubar zu kalkulieren. Schulte hat bereits Erfahrung mit einem derartigen Projekt gesammelt, auf dem gleichen Grundstück hat er einen ähnlich großen Neubau bereits errichten lassen. Dort sind die Wohnungen seit Anfang des vergangenen Jahres bereits alle bezogen. Hier aber handelt es sich um sein Elternhaus, in dem er mit Eltern und Großeltern seine Kindheit verbrachte. 

Aber Schulte wischt die Emotionen beiseite: „Das Alte geht, Neues kommt“, ist schulterzuckend seine Devise. Viele Welveraner werden sich an den kleinen Lebensmittelladen erinnern, den die Mutter des 38-jährigen Außendienstlers früher dort betrieb. Zuletzt war dort das Büro eines Pflegedienstleisters untergebracht. Allein die Lagerhalle wird nach Abschluss der Arbeiten noch an das Gemüseanbauunternehmen erinnern, das dort jahrzehntelang den Bereich prägte.

Glücksfall für die Wehr

Für die Feuerwehr in Welver sind beide Neubauten und auch der Abriss des alten Gebäudes ein Glücksfall. Bereits im ersten Neubau hatte Frank Schulte einer großen Einsatzübung zugestimmt, auch im jetzt abzureißenden Gebäude hat sich die Welveraner Wehr bereits „ausgetobt“. Im Abrisshaus brauchte die Wehr schließlich keine Rücksicht nehmen und konnte Türen auch ganz real mit Gewalt öffnen.

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