LKA-Beamte aus Dortmund waren vor Ort

Zeugin aus Welver gibt Hinweis zum Fall Amri

+
Anis Amri soll für den Terror-Anschlag in Berlin verantwortlich sein. Eine Zeugin aus Welver will am Tag danach zwischen Illingen und Rhynern einen Mann gesehen haben, bei dem es sich um Amri gehandelt haben könnte. 

Rhynern/Welver - Schleppte sich der Berlin-Attentäter Anis Amri auf seiner Flucht durch Hammer Stadtgebiet? Die Zeugenaussage einer Welveranerin lässt diesen Verdacht möglich erscheinen.

Die 66-Jährige machte sich am Nachmittag des 20. Dezember, also am Tag nach dem Anschlag, mit ihrem Auto über Feldwege auf den Weg von Illingen in Richtung Rhynern, um den Kühlschrank für die Weihnachtsfeiertage aufzufüllen. 

Auf dem Holthöfener Weg in der Nähe der A2-Raststätte fiel ihr um kurz nach 15 Uhr eine dunkel gekleidete Person auf, die sich leicht humpelnd auf der linken Feldwegseite in ihre Richtung bewegte. 

Der 66-jährigen seien zwei Schrammen im Gesicht aufgefallen

Ein mulmiges Gefühl beschlich die Frau. Sie fuhr deshalb zügig an dem Mann vorbei. Im Gesicht der Person fielen ihr zwei Schrammen auf. „Das hab ich mir genau gemerkt“, sagt die der Redaktion bekannte Zeugin, die anonym bleiben möchte. 

Zu diesem Zeitpunkt kursierten noch keine Fotos von Anis Amri in den Medien. Das änderte sich kurz darauf. Die Welveranerin meldete die Begegnung am nächsten Tag der Polizei, nachdem sie von ihrer Tochter dazu ermuntert worden war. 

Bundesanwaltschaft äußert sich nicht

Am Silvestermorgen um kurz nach 8 Uhr schauten sich zwei LKA-Beamte aus Dortmund gemeinsam mit ihr den Ort an. 

Die in diesem Fall federführende Bundesanwaltschaft will sich gegenüber unserer Zeitung zum Fall Amri nicht äußern. Eine Sprecherin verwies auf die laufenden Ermittlungen. Auch das LKA gab keine Stellungnahme ab. 

Bisher ist (zumindest öffentlich) bekannt, dass der Tunesier zwei Tage nach dem Berliner Anschlag, also am 21. Dezember, am Bahnhof in Nimwegen (Niederlande) gesichtet wurde. 

Die A2 könnte auf dem Weg gelegen haben. Bei dem Terroranschlag in Berlin, den Amri mit einem Sattelzug auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche verübt haben soll, kamen zwölf Menschen ums Leben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare