Es kommt Bewegung in Kloster-Zukunft

Bald Wohnen im "Schloss Mülheim"? 

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Die dunklen Wolken über dem Kloster/Schloss Mülheim könnten sich schon bald verziehen. 

Warstein/Mülheim – Die Firma Gründer und Tönjes Invest GmbH aus Rheda-Wiedenbrück ist neue Eigentümerin des Schlosses Mülheim. Was Maximilian Wels (gerichtlich bestellter Liquidator der Mainstart UG), Sohn der Lebensgefährtin des Kaufmanns Joachim Ney aus Wadersloh, auf seiner Internet-Seite bereits verkündet, bestätigte Detlef Gründer jetzt. 

Am 23. November hatte Detlef Gründer das Mindestgebot von 40400 Euro für die Immobilie abgegeben, doch hatte die die Mainstart UG die Möglichkeit, bis zum 14. Januar 2019 die Zustimmung zu verweigern. Detlef Gründer gestand ein, dass er damit eigentlich auch gerechnet hatte, doch schon eine Woche nach dem Gerichtstermin wurde die Zustimmung erteilt. Aber damit können Gründer/Tönjes ihre Pläne für das Gebäude noch nicht sofort verwirklichen: Jetzt brauchen sie auch das Grundstück, und dafür wird es voraussichtlich ein weiteres Zwangsversteigerungsverfahren geben. Es geht um zehn Parzellen, für die Joachim Ney als Käufer des Gesamtkomplexes vier Investoren gefunden hatte. Mit einigen ist Detlef Gründer bereits in positiven Verhandlungen, um in den Besitz der Flächen zu kommen. Seine Zuversicht zeigt sich darin, dass es gleich am Dienstag (15. Januar) nach dem Gerichtstermin ein Treffen mit Vertretern der Denkmalbehörde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aus Münster am Schloss gibt, um über die für Wohnbebauung nötigen Umbauten zu reden. In einer Machbarkeitsstudie wird die Möglichkeit der Umnutzung mit zwölf Wohnungen beschrieben. „Aber dafür muss die Erlaubnis erteilt werden, Balkone anzubauen“, sagt Detlef Gründer, „ansonsten ist eine Vermarktung aussichtslos“. Er hat bereits von einem Schlosserei-Fachbetrieb zwei unterschiedliche Versionen erarbeiten lassen, wie Balkone aussehen könnten: „Die sind Varianten mit Stahlkonstruktionen und mit viel Glas, die sich dem Gebäude anpassen“. Dass das Denkmalamt überzeugt werden kann, glaubt der Investor: „In Lipperode gibt es ein denkmalgeschütztes Objekt, für das ebenfalls die Genehmigung erteilt wurde“. Gebe es die in Sichtigvor nicht, werde es schwierig. 

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