Ortsvorsteherin Heike Kruse in Sichtigvor

"Haus Teiplaß zukunftssicher machen"

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Für die Zukunft des Hauses Teiplaß wünscht sich Ortsvorsteherin Heike Kruse eine gute Lösung für die zukunft.

So unterschiedlich die Zusammensetzung Warsteins ist mit seiner städtischen, industriellen und landwirtschaftlichen Prägung ist, so verschieden sind auch die Belange und Bedürfnisse ihrer Bürger. Zum „Kitt“ für den Zusammenhalt gehören die jeweiligen Ortsvorsteher, die oft erste Ansprechpartner sind.

Sichtigvor –Neun Ortsteile, neun Ortsvorsteher. Sie bündeln die Interessen stets überparteilich, auch wenn sie traditionell von der Partei mit den meisten Wählerstimmen bei der Kommunalwahl gestellt werden. 

Wir haben sie nach ihren Vorstellungen für das Jahr 2019 gefragt. Den Beginn macht Heike Kruse, Ortsvorsteherin von Sichtigvor. Den Umgang mit der Presse aus langjähriger Erfahrung gewohnt, legt die 56-Jährige nach der Frage nach ihren Schwerpunktthemen sofort los. 

Es sind die Ansiedlung eines Drogeriemarktes im Einkaufszentrum an der Fritz-Josephs-Straße, die Erschließung des Loermundes, der Mühlenpark und das Haus Teiplaß, wobei ihr letztgenanntes am bedeutsamsten ist. 

„Mein großer Wunsch ist, dass es in diesem Jahr endlich eine Lösung dafür gibt“, begann sie ihre Ausführungen. Das Haus Teiplaß ist die letzte verbliebene Stadthalle, und die Stadt als Eigentümerin wolle die Verhältnisse auf andere Füße stellen. „Das geht nur im Austausch mit dem Schützenverein, den Karnevalisten und den Sportvereinen. Sie sind alle intensive Nutzer der Räumlichkeiten und darauf angewiesen“. 

Zur aktuellen Situation darf ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2016 nicht fehlen, als die Stadt auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsströme von ihrem Hausrecht Gebrauch machen musste. Das Veranstaltungsgebäude wurde als große Notunterkunft genutzt, als die Kapazitäten auf dem Wohnungsmarkt weitestgehend ausgeschöpft waren. 

Die St. Georg-Schützen feierten ihr Fest in einem Zelt auf dem Betriebshofgelände des Busunternehmens Quente, die KG MüSiWa wich ins Hasenhaus nach Niederbergheim aus. Weil nicht absehbar war, wie lange das Haus Teiplaß zur Verfügung stehen würde, kam die Idee für ein Dorfgemeinschaftshaus am Grundschulgelände auf. 

Das war aber nicht durchsetzbar, und tatsächlich dauerte die Nutzung als Wohnraum kürzer als erwartet. Nach dem Auszug der letzten Flüchtlinge wurde das Haus Teiplaß zwar von der Stadt wieder hergerichtet, doch: „Das Dach und die Sanitäranlagen im hinteren Bereich müssen dringend erneuert werden“, weiß Heike Kruse.

 Aber wie ist das zu schaffen? „Nur als gemeinsame Lösung“, ist sie überzeugt. Doch wenn die gefunden werde, dann hätten die Sichtigvorer Bürger und Vereine auf lange Sicht eine schöne Veranstaltungshalle.

 Um eine schöne Gestaltung geht es auch beim Mühlenpark, für die bereits Gespräche mit Kaspar Gröblinghoff als Betreiber der am Kreisverkehr neu errichteten Seniorenwohnanlage geführt worden seien, und worüber mit den Besitzen des Vorplatzes mit dem Kettenschmiedemuseum noch zu reden sei. Die Konzertmuschel solle fertiggestellt werden, es müssten neue Bänke insbesondere für die älteren Menschen her, und die Wege müssten erneuert werden: „ Das kann eine richtig schöne Anlage werden!“ 

„Aufatmen“ herrscht beim Thema Drogeriemarkt, der nach langem Warten tatsächlich komme, „weil die Politik an einem Strang gezogen hat“. Und der Loermund werde attraktiv, wenn die im Leader-Projekt geplanten Maßnahmen umgesetzt würden: „Dafür müssen wir Helmut Fröhlich großen Dank aussprechen!“

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