„Westfalen Champions Day“ Werbung für den Taubensport

Siegerehrung zum Westfalen Champions Day, an dessen Zustandekommen Manfred Gödde (3.v.r.) maßgeblichen Anteil hatte.

Warstein - Herzlich begrüßte Jochen Höinghaus, Vorsitzender der Interessengemeinschaft „Westfalenmeisterschaft“, am Samstagmorgen etliche Brieftaubenfreunde in der festlich geschmückten Sauerlandhalle in Warstein zur Premiere des „Westfalen Champions Day“ der Taubenzüchter.

Höinghaus freute sich insbesondere, dass Manfred Gödde sich so für die Austragung des Champions Day in Warstein eingesetzt hatte. Ein großer Dank galt auch Theo Stappert, Vorsitzender der Reisevereinigung Möhnetal-Warstein, der gemeinsam mit seinen RV-Mitgliedern die organisatorischen Weichen gestellt hatte.

Petra Mimberg dankte vor allem auch den Warsteiner Bürgerschützen, die für die Bewirtung zuständig waren. Jochen Höinghaus fuhr in seiner Rede fort, indem er zunächst den kontinuierlichen Mitgliederrückgang bedauerte, der vor allem auf sportliche Unzufriedenheit aufgrund der stetig größer werdenden Distanz zwischen Züchterbasis, Regionalverbänden und Verbandsspitze, zurückzuführen sei.

Gerade deswegen freute es ihn sehr, dass so viele Taubenfreunde aus ganz Westfalen den Weg in die Sauerlandhalle gefunden hatten, denn „zu Grabe tragen“ wolle man den Brieftaubensport auf jeden Fall nicht, gerade weil die Westfalenmeisterschaft sehr erfolgreich verlaufen sei: stolze 119 Reisevereinigungen mit mehr als 4000 Züchtern aus 13 beteiligten Regionalverbänden hatten teilgenommen.

Insgesamt hatten sich in 13 Flügen knapp 1,2 Millionen Tauben auf den Weg durch Deutschland gemacht. Schön sei auch, dass die Teilnahme an der Meisterschaft für die einzelnen Züchter kostenlos gewesen sei, da viele Sportfreunde Jungtauben oder Gutscheine gesponsert hatten, die im Laufe des Tages versteigert und verlost wurden.

Höinghaus übergab das Wort zunächst an Altbürgermeister Manfred Gödde, der seinem Hobby bereits seit 51 Jahren mit Leidenschaft nachgeht und seine Tauben auf Reise schickt, denn „der Brieftaubensport ist ein Hobby zum Abschalten!“. Manfred Gödde wünschte sich auch, dass mehr junge Leute Gefallen an den Brieftauben finden und appellierte an die großen, erfolgreichen Verbände, doch hier und dort mal eine gute Taube zu verschenken. Außerdem sei Warstein eine wunderbare Umgebung, die Platz biete für den außergewöhnlichen Sport.

Verbandspräsident Richard Groß blickte anschließend auf die Tradition des Brieftaubensports in Westfalen zurück, der sich bereits vor 150 Jahren etabliert hat. Er betonte außerdem, dass gerade die Zahlen der Meisterschaft zeigen, welchen Stellenwert der Brieftaubensport noch immer in Westfalen hat. Abschließend überreichte Groß einen Ehrenpreis an Höinghaus.

Im Anschluss an die Reden wurden die Westfalenmeister geehrt. Lothar Jürgens aus der RV Gummersbach gewann mit 1386,63 AS-Punkten die Gesamtwertung 2015. Platz 2 belegte mit 1375,67 Punkten die SG Homberg-Funke aus Volmetal vor Friedrich Bohlmann aus der RV-Paderborn mit 1369,7 Punkten.

Am Mittag hielt Tierarzt René Becker zunächst den Vortrag „Jungtaubenkrankheit – und kein Ende!?“ Gegen 14 Uhr wurde dann ein Züchterforum mit den fünf erstplazierten Westfalenmeistern veranstaltet.

Nachdem sich alle mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten wurden weitere Ehrungen vollzogen.

In der Kategorie Beste Vögel Westfalens siegten Fritz und Bernhard Kölling mit 933,3 Punkten vor Karl-Heinz Heitmeier mit 920,09 Punkten, beide aus der RV-Wiehengebirge. Stanislaus Mehrwald aus Dortmund sicherte sich Platz 3 mit 906,28 Punkten.

Der beste jährige Vogel gehört in diesem Jahr ebenfalls Karl-Heinz Heitmeier.

Josef Hoischen und Josef Tomys, RV-Paderborn, belegten den zweiten Platz mit 886,53 Punkten. Platz drei ging mit 881,68 Punkten an Marcel, Karl-Heinz und Karl Dreyer aus der RV-Lahde/Petershagen.

Friedrich Bohlmann (RV-Paderborn) gehört mit 932,52 Punkten das beste Weibchen Westfalens. Karl-Heinz Heitmeier belegte erneut den zweiten Platz mit 922,77 Punkten. Elisabeth Brügge aus Lengerich gewann mit 919,76 Punkten Platz drei.

Das beste jährige Weibchen gehört ebenfalls Friedrich Bohlmann. Mit 879,5 Punkten sicherte sich die SG Steineberg/Schöttler aus Werretal den zweiten Platz vor Bernt Wilzewski aus Rahden mit 877,33 Punkten.

Die Planungen für den Champions Day 2016 sind bereits angelaufen, denn er „ist ein Beweis für die Lebendigkeit und Beständigkeit des Brieftaubensports, bei dem „sportliches Miteinander, gegenseitige Anerkennung von Leistung, langjährige Züchterfreundschaften und gemeinsames Feiern“ Tradition hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare