Eröffnung soll im August 2020 sein

Wester-Renaturierung und Radweg-Bau gestartet

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Freuen sich, dass nach dem offiziellen Spatenstich die Arbeiten am Radweg und der Renaturierung jetzt gestartet sind: Johannes Hellermann (Stadt Warstein), Landwirt Thomas Schulte und Planerin Lisa Bamberg (Büro Klein) sowie im Bagger Polier Marcel Rehfeld.

Belecke – Johannes Hellermann aus dem Tiefbauamt der Stadt Warstein strahlte am Mittwochvormittag mit der Sonne um die Wette: „Es ist immer schön, wenn mit Hacke und Schippe etwas entsteht.“ In den Westerwiesen ist das Arbeitsgerät aber nun etwas größer als beim offiziellen Spatenstich vor zwei Wochen: Polier Marcel Rehfeld von der Firma Redeker hat zu Wochenbeginn mit dem Bagger die Wester-Renaturierung und den Radweg-Neubau gestartet. Im August 2020 soll Einweihung für den Lückenschluss zwischen Westerbergschule und Stütings Mühle sein.

Der jetzt gestartete erste Bauabschnitt des von Stadt und Kreis gemeinsam betriebenen Projektes umfasst zwei Baustellen: Zum einen die Renaturierung der echten, in früheren Zeiten begradigten Wester. Sie wird nun wieder einen mäandrierenden Verlauf bekommen. Dadurch werden auch Auenflächen geschaffen, die bei Hochwasser die zusätzlichen Wassermassen als Puffer auffangen sollen. „Wir haben uns dabei am historischen Verlauf orientiert“, erläutert Lisa Bamberg vom Gewässerbüro Klein aus Allagen. Zum anderen der Bau des Radwegs entlang des Mühlengrabens. „Das Material von der Wester-Renaturierung wird teilweise im Radweg verbaut“, erläutert Hellermann hier die „Win-Win-Situation“ durch das „Bodenrecycling“, zudem kann der Radweg anfangs als Baustraße für die Renaturierung genutzt werden.

Der Radweg durch die Westerwiesen sei bereits eine „uralte Forderung“ aus den 1990er Jahren gewesen, blickte Johannes Hellermann gestern zurück. Damals gab es bei den Genehmigungsbehörden aber noch zu viele Bedenken. Vor drei Jahren wagte man einen erneuten Anlauf – mit Erfolg. Der hätte zwar jetzt bis zum Baustart gedauert, angesichts der vielen Beteiligten von den Ausführenden über die Genehmigungsbehörden bis hin zu den Förderstellen sei das aber kaum schneller machbar gewesen.

Demnächst können dann Radfahrer und Fußgänger „durch das schöne Westertal“ radeln und gehen statt entlang der vielbefahrenen B55 (Lanfer). Damit das auch ganzjährig möglich sein wird, bekommt der knapp 700 Meter lange asphaltierte Weg auch eine Beleuchtung. „Eine schöne Geschichte“, so Hellermann, die nun den Lückenschluss zu der Anbindung Unterm Stillenberg entlang nach Warstein sowie an den Möhnetal-Radweg umsetzt und auch den Schulweg für die Mädchen und Jungen der Westerbergschule sicherer macht.

Im zweiten Bauabschnitt, er soll im Frühjahr „bei offenem Wetter“ starten, werden eine kleine Brücke an der Bücherei-Zufahrt sowie ein Wester-Bypass errichtet. Letzterer soll nicht nur ein „bespielbarer Bachlauf“ sein, so Lisa Bamberg, sondern auch die ökologische Durchlässigkeit für Fische zwischen Mühlenteich und echter Wester garantieren. Durch die verschiedenen Hochwasserschutz-Maßnahmen an der Wester werde man erreichen, dass man zukünftig immer „trockenen Fußes in die Bücherei“ kommen kann, erläuterte Lisa Bamberg.

Ende der ersten Jahreshälfte 2020 soll das Projekt – der Kreis Soest investiert rund 650 000 Euro (80 Prozent Bezuschussung) in die Wester, die Stadt Warstein rund 270 000 Euro (70 Prozent Förderung) in den Radweg – fertig sein, im August ist die offizielle Übergabe geplant.

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