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Weltliches und nahbares Vorbild: Warsteiner Diakon Ludger Althaus erhält Verdienstmedaille

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Von: Alexander Lange

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Landrätin Eva Irrgang und Diakon Ludger Althaus (vorne) sowie die mitgereisten Gäste aus Familie, Bekanntenkreis, dem Pastoralen Team und der Stadt Warstein. Die Verleihung der Medaille hatte Tim Döring (rechts) angeregt.
Landrätin Eva Irrgang und Diakon Ludger Althaus (vorne) sowie die mitgereisten Gäste aus Familie, Bekanntenkreis, dem Pastoralen Team und der Stadt Warstein. Die Verleihung der Medaille hatte Tim Döring (rechts) angeregt. © Alexander Lange

Am Mittwochnachmittag erhielt Warsteins Diakon Ludger Althaus die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Landrätin Eva Irrgang lobte das jahrzehntelange Engagement des Diakons.

Warstein/Soest – Aus dem Händeschütteln kommt Diakon Ludger Althaus in diesen Tagen gar nicht mehr heraus. Vor wenigen Wochen feierte er noch 25-jähriges Weihejubiläum und 42-jähriges Ortsjubiläum in Warstein, am gestrigen Mittwochnachmittag erhielt er aus den Händen von Landrätin Eva Irrgang in der Soester Villa Plange die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb wollte Althaus auch gar nicht viele Worte verlieren, schon gar keine Rede halten: „Das habe ich in den vergangenen Tagen genug getan. Aber vielen Dank. All das, was ich gemacht habe, hat mir Freude gemacht. Und die Motivation war immer der Liebe Gott.“

Das Reden übernahm dafür Landrätin Irrgang, die Verleihung hatte Tim Döring angeregt. „Sie haben durch Ihr jahrzehntelanges Engagement im kirchlichen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben“, lobte die Landrätin Diakon Althaus. 1980 kam er als Gemeindereferent nach St. Pankratius, seit 1997 ist er hier Diakon: „Als Gemeindereferent widmeten Sie sich besonders der pastoralen Jugendarbeit. Trotz mancher Rückschläge und Herausforderungen gingen Sie unvoreingenommen auf die jungen Leute zu und waren stets Ansprechpartner bei Problemen.“

Auch dadurch sei Althaus zu einem Berater in vielen Lebenslagen geworden. Zu Tages- und Nachtzeiten wandten und wenden sich noch immer Familien in schwierigen Situationen an Althaus: „Auch junge Erwachsene wenden sich bis heute an Sie, um nach Ihrer wertvollen Hilfe zu fragen. In diesen Gesprächen gingen Sie immer wieder über Ihre Belastungsgrenze hinaus.“

Auch die Ausbildung der Messdiener in den wöchentlichen Gruppenstunden und die dazugehörige Messdienerfahrt gehört zu den Aufgaben des Diakons: „Der Aufwand für die Planungen und Anstrengungen sind nicht selbstverständlich.“

Firmwanderung von Warstein nach Soest

Zudem organisiert Althaus seit etwa zehn Jahren die viertägige Firmwanderung von Warstein nach Soest. Gleichzeitig liest und korrigiert er Referate und Examensarbeiten, pflegt Kontakte zu allen Generationen der Gemeinde und spielt den Nikolaus in der Vorweihnachtszeit.

Und obwohl die beruflichen Aufgaben nach der Diakonweihe 1997 mehr wurden, so ließ das Engagement für die Kindern und Jugendlichen nicht nach. Auch für die beiden Schützenvereine in Warstein stehe Althaus jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung, so Irrgang: „Sie helfen nicht nur, Sie inspirieren Menschen und sind zudem Vorbild für junge Leute. Völlig unabhängig von Ihrem beruflichen Engagement sind Sie aber zugleich eine weltliche, nahbare Person. Durch kleine, aufmerksame Gesten gelingt es Ihnen immer wieder, Menschen zu motivieren, nicht aufzugeben, sie zu trösten und ihnen zur Seite zu stehen.“ Den entsprechenden Dank für solch außergewöhnliche Tätigkeiten drücke der Staat in Form eines Ordens und der entsprechenden Urkunde aus, so Irrgang: „Tragen Sie den Orden mit Stolz. Ich werde darauf achten, wenn ich Sie sehe. Ohne Menschen wie Sie wäre der Kreis Soest ärmer. Was Sie tun ist nicht selbstverständlich.“

Den lobenden Worten schlossen sich auch die mitgereisten Gäste aus Familie, Freundeskreis, dem Pastoralen Team und der Stadt in Person von Josef Pieper an. Kirchenvorstandsvorsitzender Klaus Schrewe machte es kurz: „Dein Engagement geht über den Beruf hinaus, es fußt auf den Worten Jesu. Danke für deinen Einsatz.“

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