Stadt Warstein bereitet Antrag

Ein weiteres Jahr Windrad-Stopp im Arnsberger Wald in Allagen?

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Warstein – Die Verwaltung der Stadt Warstein möchte die Bearbeitung der im August 2018 eingegangenen Anträge auf Errichtung von insgesamt 15 Windkraftanlagen im Arnsberger Wald in Allagen für ein zweites Jahr zurückstellen lassen.

Das teilte am Dienstagabend Fachbereichsleiterin Sabine Leitner im Ausschuss für Stadtentwicklung mit. „Wir wollen den Antrag so schnell wie möglich beim Kreis einreichen“, sagte sie. 

Die ursprünglich vom Kreis gewährte Einjahresfrist endet am 6. April. Diese Frist hatte der Kreis Soest gewährt, weil der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen hatte, eine Änderung des Flächennutzungsplanes vorzunehmen und Windkraftkonzentrationsflächen auszuweisen. 

Für dieses Vorhaben hat nun vom 9. Dezember bis 24. Januar die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung stattgefunden. „Es sind rund 50 Stellungnahmen eingegangen“, berichtete Sabine Leitner. 

Sie seien sowohl von Privatleuten als auch von Trägern öffentlicher Belange eingegangen. Und es handele sich um „fundierte, sachlich gute Stellungnahmen“, so die Fachbereichsleiterin. 

Zurzeit liegen diese Unterlagen zur Prüfung beim Planungsbüro „Weil, Winterkamp, Knopp“ in Warendorf und werden bei der weiteren Planung berücksichtigt. 

„Es gibt genug Hinweise, dass wir eine Artenschutzprüfung II brauchen“, habe die Durchsicht der Stellungnahmen bereits ergeben. „Das ist eine ganz wichtige Sache“, sagte Leitner. 

„Die Zeit brauchen wir, weil die Artenschutzprüfung II Zeit braucht“, begründete sie die Bemühungen der Verwaltung um eine Fristverlängerung um ein weiteres Jahr. 

Mit der Erstellung dieser Artenschutzprüfung ist das Planungsbüro für Landschafts- und Tierökologie Lederer aus Geseke bereits beauftragt worden. Auf Grundlage dieser Prüfung könnten die Potenzialflächen für Windkraft eingegrenzt werden.

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