Neue Heimat

WLW zieht erneut um

Sascha Clasen (v.r.) und Günther Risse (v.l.) freuen sich über das neue WLW-Zuhause in der alten Löwen-Apotheke direkt am Marktplatz. Von Nachbarin Lore Cremer wurden sie gestern Nachmittag freudig begrüßt.
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Sascha Clasen (v.r.) und Günther Risse (v.l.) freuen sich über das neue WLW-Zuhause in der alten Löwen-Apotheke direkt am Marktplatz. Von Nachbarin Lore Cremer wurden sie gestern Nachmittag freudig begrüßt.

Der Verein „We Love Warstein“ hat schon wieder einen Umzug angekündigt. Außerdem gibt es Änderungen im Vorstandsteam.

Warstein – „Wir können schon bald endlich mit der Umsetzung unseres ‚Dritten Ortes‘ beginnen und das in einem so herausragenden Gebäude wie der ehemaligen Kanzlei Kückelhaus“, freut sich Günther Risse (jun.) als frischgewählter Vorsitzender von „We Love Warstein“.

Im November 2020 erreichte den Verein die erfreuliche Förderzusage des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW: 260 000 Euro wurden für die Verwirklichung des „FH3“ im Rahmen des Programms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ bewilligt.

Neuer Vorstand und neue Location

Seitdem hat das Projektteam intensiv an der finalen Umsetzung gearbeitet. Bei der nun durchgeführten digitalen Mitgliederversammlung am Samstagabend wurde über die Fortschritte berichtet, ein neuer Vorstand gewählt und auch die neue Location vorgestellt.

Als 1. Vorsitzender beerbt Günther Risse (Junior) Frederik Cramer an der Spitze des Vereins, der dem Projekt und dem Verein aber weiterhin eng verbunden bleiben wird. Auch über seinen Vater Dr. Rolf Cramer, der als 2. Vorsitzender gewählt worden ist. „Wir sind froh, mit Rolf Cramer ein weiteres stadtbekanntes Gesicht in unseren Reihen begrüßen zu dürfen und somit auch unseren generationsübergreifenden Anspruch zu unterstreichen“, freut sich das Projektteam. Als Kassierer bleibt Florian Hoeck zudem weiterhin in seinem Amt.

Noch ein Stück näher ins Stadtzentrum

Nicht auf dem Papier stehend, aber weiterhin als fester Bestandteil des Projektteams bleiben auch Sascha Clasen, Maximilian Spinnrath, Kristin Prondzinski, Constanze Cramer und Christian Hölting, André Fischer; zudem wurde mit Natami Hernandez eine junge Künstlerin gewonnen. Die architektonische Begleitung liegt in den Händen von Dipl.-Ing. Arch. Dieter Fromme und Nelli Fritzler B.A. vom Projekt Rurbane Realitäten.

Neben der personellen Neuaufstellung war die spannendste Neuigkeit der Umzug in die ehemalige Kanzlei Kückelhaus in der Hauptstraße 93, womit es dem Verein gelungen ist, noch ein Stück näher ins Warsteiner Stadtzentrum zu rücken. Durch die andauernde Pandemie erfuhr die Idee „FH3“ von Anfang an einen erheblichen Digitalisierungsschub und verlieh dem Projekt einen hybriden Charakter aus „analoger“ und „digitaler“ Begegnung, der jetzt einen problemlosen erneuten Umzug ermöglicht. Seit Wochen wurden hierzu Gespräche geführt, alles in Abstimmung mit der Stadtverwaltung, Bezirksregierung und Ministerium sowie dem projektbegleitenden Planungsbüro startklar a+b aus Köln.

„Füllen Räumlichkeiten mit neuem Leben“

Hierzu erklärt Vorsitzender Günther Risse: „Wir sind sehr froh, mit der ehemaligen Kanzlei Kückelhaus nun auch physisch den finalen Umsetzungsort unserer Idee „FH3“ gefunden und gleichzeitig eine noch bessere Lage direkt am Marktplatz im Herzen unserer Heimatstadt gefunden zu haben. Hierbei gilt unser besonderer Dank Ludger Kückelhaus und seiner Schwester sowie unserer zukünftigen Nachbarin Lore Cremer, die uns die alte Kanzlei angeboten haben – der langfristige Mietvertrag steht nun kurz vor dem Abschluss. Zusammen erhalten wir so dieses stadtprägende Gebäude der alten Apotheke und füllen die Räumlichkeiten gleichzeitig mit neuem Leben. Das „FH3“ im Stadtkern wird der Kulturbaustein im aufblühenden Flanierquartier rund um den Warsteiner Marktplatz.“

Seit Wochen wurden Finanzpläne aufgestellt, Gutachten eingeholt und Pläne entworfen. Das „FH3“ soll Veranstaltungs-, Versammlungs-, Wohlfühl- und Arbeitsort werden. Co-Working, Wohnzimmerkonzerte, Lesungen, Workshops, Vereinssitzungen, etc. die Möglichkeiten in einem „Dritten Ort“ sind nahezu unbegrenzt. Zum Sommer soll mit den Umzug- und Umbauarbeiten begonnen werden.

„Positives Zeichen“

„Dieses Jahr lag und liegt der Fokus auf der physischen Umsetzung. Für die Sommer- und Herbstzeit sind kleinere digitale Formate geplant. Wir sind überzeugt, dass wir ziemlich passend mit dem Ende der Pandemie auch Veranstaltungen mit Publikum durchführen können“, heißt es in einer Pressemitteilung von We love Warstein: „Es hat schon einen gewissen Déjà-vu-Charakter: 2013 hat We Love Warstein den größten Warsteiner Frühschoppen nach der Legionellen-Krise veranstaltet, um ein Signal des Aufbruchs zu senden. Dieses Mal können wir nach dem Ende von Corona mit unserem „FH3“ wieder ein positives Zeichen in unserer Stadt Warstein setzen“, so WLW abschließend.

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