„Happy End“ für Max

Warsteiner Familie hat ihre entlaufene Schildkröte wieder

Felix (2), Merle (7) und Caroline (4) sind glücklich, dass Max wiedergefunden wurde.
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Felix (2), Merle (7) und Caroline (4) sind glücklich, dass Max wiedergefunden wurde.

Die in der vergangenen Woche im Steinbruch der Firma Westkalk entdeckte Schildkröte ist wieder bei ihren Besitzern. Sie war aus dem Garten der Familie Arens in der rangestraße ausgebüxt.

Warstein – Er ist wieder da! Familie Arens aus der Rangestraße in Warstein ist mehr als glücklich. In der Zeitung sahen sie das Foto „ihrer Schildkröte“, die drei Tage zuvor aus dem sorgsam abgezäunten Garten – keiner weiß wie – verschwunden war. Das Schlimmste daran: Die kleine Schildkröte mit Namen Max war bei den Arens eigentlich nur für wenige Tage zu Gast. Und am Samstag präsentierte Westkalk-Mitarbeiter Kilian Knülle plötzlich das Tier als „tierische Überraschung“ für die Steinbruchleute.

Die Schildkröte hatte sich auf das Gelände des Steinbruchs verirrt und war am Freitag von Arbeitern dort gefunden und erst einmal auf den Namen „Burkhard“ getauft worden. Erste Spekulationen über die Herkunft des mysteriös aufgetauchten Tieres entbrannten schnell. Über den Aufruf in der Zeitung hofften sie, Klarheit zu bekommen.

Auf der anderen Seite die Familie Arens: „Wir dachten schon nicht mehr daran, dass wir ihn noch wiederfinden“, sagte Christian Arens. Über Facebook hatten sie schon einen Versuch gestartet. Jemand berichtete dort in einer Anzeige über einen Schildkröten-Fund. Aber es handelte sich nicht um Max.

Als sie aber das Bild in der Zeitung sahen, suchten sie sofort den Kontakt. Schon am darauffolgenden Tag war Max wieder zurück in seinem vorübergehenden Zuhause in der Rangestraße. Das Tier, das, so Christian Arens, „normalerweise mehrere hundert Euro kostet“, fühlt sich im Garten der Familie wieder pudelwohl. Und im Stall, wo eigentlich die zwei Hasen der Warsteiner Familie kampieren, machte es sich der Rückkehrer sofort bequem.

„Die Schildkröte gehört eigentlich Oma Edith“, erzählt die siebenjährige Merle, zu deren Geburtstag vor wenigen Tagen die tierbegeisterte Oma aus Mecklenburg-Vorpommern anreiste. Sie hatte Max und Paul dabei, ihre zwei Lieblings-Schildkröten. Auf der Rückfahrt war dann leider nur noch Paul im Gepäck, auch Oma Edith hatte sich das Ausbüxen nicht erklären können.

Übergangsweise verbringt nun neben den zwei Hasen auch eine Schildkröte ihre Zeit im Garten der Arens, wobei Merle „beide Tiere gleich lieb“ hat. Vor allem die Kinder sind glücklich darüber, nun auch eine Schildkröte zuhause zu haben. Max bereichert das Familienleben.

„Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, über den Zaun zu kommen“, sucht Christian Arens nach Erklärungen. Für die 300 bis 400 Meter vom Haus der Familie bis zum Fundort am Rande des Steinbruch-Geländes – immer an den Bahnschienen entlang – habe Max im Schildkrötentempo „locker drei Tage gebraucht“, schätzt er.

Und so darf Max weiterhin seine (langsamen) Runden im Garten und in einem Teil des Hasenhauses drehen, aber: Bereits in den bevorstehenden Sommerferien soll das Tier wieder zurück zu seiner eigentlichen Besitzerin, nämlich zu Oma Edith nach Mecklenburg-Vorpommern.

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