Andreas Schunk als neuer Geschäftsführer 100 Tage im Amt

WVG geht "solide" ins dritte Jahrzehnt

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Geschäftsführer Andreas Schunk ist seit 100 Tagen im Amt. Mit Prokurist Sascha Bausch ist Teamarbeit angesagt.

Warstein. Rund 100 Tage nach Amtsantritt zieht Andreas Schunk (53), Geschäftsführer der Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG), gemeinsam mit Prokurist Sascha Bauch (45) eine erste Bilanz: Das Unternehmen sei „solide aufgestellt“ und profitiere von einem „engagiert arbeitenden Team“.

Besondere Bedeutung für den Warsteiner Energieversorger haben in diesem Jahr die Vorbereitungen auf das 20-jährige Bestehen, das im Rahmen des Warsteiner Herbstes gefeiert werden soll. Anfang März war Andreas Schunk für den Warsteiner Thorsten Kosfeld in die Geschäftsführung eingetreten, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft. Der Übergang sei reibungslos verlaufen, berichtete Andreas Schunk. Kosfeld habe in den vergangenen Wochen für alle Fragen bereit gestanden und ihn mit den wichtigen Themen vertraut gemacht. Vor zwei Jahrzehnten war in Warstein über die Gründung eines eigenständigen lokalen Energieversorgers politisch intensiv gestritten worden. Im Juli 1999 wurden die Verträge mit einer Laufzeit von 14 Jahren unterzeichnet. Zum 1. September nahm die „Warsteiner Verbundgesellschaft“ ihre Geschäfte auf – zunächst mit der VEW als Mehrheitsgesellschafter. Später erhöhte die Stadt Warstein ihre Anteile und ist nunmehr mit 59,8 Prozent Mehrheitsgesellschafter. In den zurückliegenden 20 Jahren wurden stets Gewinne eingefahren. Die Stadt profitierte davon unter anderem mit einem alljährlichen hohen Zuschuss für den Bäderbereich. Die endgültigen Zahlen für das Jahr 2018 stehen noch nicht fest, jedoch werde sich das Jahresergebnis in etwa im Rahmen der Ergebnisse der Vorjahre bewegen, sagte Andreas Schunk. 2019 werde das Ergebnis voraussichtlich schwächer ausfallen. Als Grund nennt der Geschäftsführer gestiegene Beschaffungskosten für Strom und Gas und die zugunsten der Kunden bis Mai zurückgehaltene Preiserhöhung. Sie sei „nach mehreren Jahren der Preisstabilität unvermeidlich“ gewesen. „Wir haben sie aber erst nach der Heizperiode umgesetzt und damit unsere Kunden etwas geschont“, so Schunk.

„Der Wettbewerb auf dem Energiemarkt ist in den vergangenen Jahren immer härter geworden. Bislang konnte die WVG jedoch ihre starke Marktposition in Warstein halten“, so Schunk. Mehr als Zweidrittel der Warsteiner Haushalte haben Lieferverträge mit der WVG. Über diese hohe Treue freut sich der Energieversorger Das gesamte Team konzentriere sich derzeit auf die Konsolidierung des Tagesgeschäfts: Dazu gehören der Kundenservice, die strukturierte Energiebeschaffung und die Erstellung des Jahresabschlusses. Außerdem stehen kleinere interne Restrukturierungsmaßnahmen und die Weiterentwicklung des Teams an. „Ich habe ein motiviertes Team vorgefunden, das auch in schwierigen Situationen funktioniert. Für die Zukunft wollen wir uns personell verstärken und Entwicklungspotenziale nutzen, um unseren Kundenservice weiter zu verbessern. So können wir unsere Kunden halten und neue gewinnen“, sagt Schunk. Vom Ertrag der WVG profitiert die Stadt Warstein. Der Kämmerer kann sich jedes Jahr auf die Gewinnausschüttung freuen. So unterstützt der lokale Strom- und Gasanbieter die Erfüllung öffentlicher Aufgaben. Daneben tritt die WVG als Sponsor für zahlreiche Sportvereine und Kulturprojekte in Erscheinung. „Wir sind ein lokales Unternehmen und das sollen die Bürger auch erleben können“, so Sascha Bauch. Das 20-jährige Firmenjubiläum wird im Rahmen des Warsteiner Herbstes gefeiert. „Wir sind zurzeit dabei, das Konzept zu erstellen“, erklärt Bauch. Er verspricht, dass Künstler auftreten werden, die in Warstein einen guten Namen haben und bei denen gute Stimmung garantiert ist. Auch ein Informationsangebot rund um Energiethemen sei in Vorbereitung. „Ich bin überzeugt, dass wir den Warsteinerinnen und Warsteinern ein unterhaltsames und informatives Programm bieten werden“, so Bauch. Mit Beginn des dritten Jahrzehnts wird sich der lokale Energieversorger nach einem Büro in der Innenstadt umgehen. Der Standort an der Gaskugel ist zwar verkehrsgünstig, aber baulich nicht mehr zeitgemäß. „Das 25-Jährige feiern wir auf jeden Fall in der Innenstadt“, ist Andreas Schunk überzeugt.

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