Absatzverluste, Plus beim alkoholfreien Bier und eine neue Spezialität

"Besser als der Markt": Das ist die Bilanz der Warsteiner Brauerei für 2019

Das Warsteiner Marketing ist wieder unters Dach der Verwaltung gerückt. Inhaberin Catharina Cramer hat an der Gestaltung der Räume mitgewirkt. Neben einem Kicker gibt´s auch einen Kiosk, den Christian Gieselmann gern nutzte, um den Marketing-Mitarbeiterinnen Nele Thumann (links) und Lisa Schriek (rechts) fürs Pressefoto das neue „Brewers Gold“ im Präsentkasten mit Glas und Hopfen-Seife zu präsentieren.
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Das Warsteiner Marketing ist wieder unters Dach der Verwaltung gerückt. Inhaberin Catharina Cramer hat an der Gestaltung der Räume mitgewirkt. Neben einem Kicker gibt's auch einen Kiosk, den Christian Gieselmann gern nutzte, um den Marketing-Mitarbeiterinnen Nele Thumann (links) und Lisa Schriek (rechts) fürs Pressefoto das neue „Brewers Gold“ im Präsentkasten mit Glas und Hopfen-Seife zu präsentieren.

Warstein - Trotz eines Umsatzrückgangs von 1,6 Prozent ist Vertriebs- und Marketinggeschäftsführer Christian Gieselmann von der Warsteiner Brauerei „zufrieden“ mit der Bilanz 2019. Anfang Februar kommt mit „Brewers Gold“ eine neue Spezialität auf den Markt. „Damit treffen wir den Zeitgeist“, ist Gieselmann überzeugt.

Christian Gieselmann ist begeisterungsfähig. Sie sei "wunderschön", die "Bernsteinfarbe" des neuen Bieres. "Brewers Gold" heißt die neue Spezialität aus dem Hause Warsteiner, mit der die Brauerei ab Februar der "Experimentierfreude der Konsumenten" gerecht werden will. 

Trotzdem vermeidet der seit gut einem Jahr an der Spitze stehende Vertriebs- und Marketinggeschäftsführer im Gespräch mit unserer Redaktion den Begriff "Hoffnungsträger". 

Neues sei wichtig, doch die gesamte Produktpalette – im Büro des 48-Jährigen auf der Fensterbank vor der Kulisse der Stadt aufgereiht – sei bedeutsam. Als Ausstoß-Minus der Marke Warsteiner gibt die Brauerei für 2019 den Wert von 1,6 Prozent an. Damit dürfte man nunmehr in der Größenordnung von 2,2 Millionen Hektoliter liegen.

So bezeichnet die Brauerei ihre Bilanz

In einer Pressemitteilung spricht die Brauerei für 2019 von einer "zufriedenstellenden Bilanz". Mit dem Minus von 1,6 Prozent – minus 0,8 Prozent im Inland und minus 4,5 Prozent im Ausland – sei man jedoch "besser als der Markt". 

Bundesweit ging der Biermarkt 2019 um 2,5 Prozent zurück. Im Oktober hatte Warsteiner die Preise erhöht und war mit den Premiummarken der Mitbewerber, die 2018 bereits teurer geworden waren, wieder gleichgezogen. 

Marketingkampagne kommt positiv an

2018 hatte der Preisvorteil wesentlich zum Ausstoßzuwachs von 5,3 Prozent beigetragen. Trotz der Preiserhöhung gebe es eine zunehmende Nachfrage. "Diese Entwicklung stimmt uns positiv", so Gieselmann.

Die laufende Marketingkampagne komme sehr gut an. In einer Markensympathie-Studie sei belegt, dass die Markenbegehrlichkeit in einem Wert von 20 auf 24 gestiegen sei, deutlich besser als bei der Konkurrenz. Darüber ist Gieselmann hocherfreut: "Sie ist ein guter Weg. Wir sind dabei, die Marke richtig zu positionieren."

Alkoholfrei läuft - auch dank Jürgen Klopp

Das hat mit der Unterstützung von "Botschafter" Jürgen Klopp besonders im alkoholfreien Segment, das zunehmend nachgefragt wird, gut geklappt. Hier gibt es ein Plus von 13 Prozent. Nach vier Jahren Zusammenarbeit gehen Warsteiner und Jürgen Klopp allerdings ab 2020 getrennte Wege.

"Alkoholfrei boomt", so Sinje Vogelsang, Chefin der Unternehmenskommunikation. Man ist bei 130.000 Hektoliter angekommen, Tendenz steigend. Alkoholfrei Radler legte sogar um 31 Prozent zu.

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