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Nach zwei Corona-Fällen: Krankenhaus Maria Hilf nicht mehr im Notbetrieb

Schwester Martina Arnskötter macht einen Abstrich bei Geschäftsführer Klaus Wohlmeiner: Er muss die unangenehme Prozedur wie gut 180 Beschäftigte des Krankenhauses Maria Hilf über sich ergehen lassen. Im besten Fall stehen sämtliche Ergebnisse Mittwochabend fest.
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Schwester Martina Arnskötter macht einen Abstrich bei Geschäftsführer Klaus Wohlmeiner: Er musste die unangenehme Prozedur wie gut 180 Beschäftigte des Krankenhauses Maria Hilf über sich ergehen lassen.

[Update] Nachdem zwei Krankenschwestern des Krankenhauses Maria Hilf positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, war das Haus zwischenzeitlich im Notbetrieb. Der konnte mittlerweile aber wieder aufgehoben werden.

Update vom 7. November: Das Krankenhaus Maria Hilf teilt mit, dass es sich seit Mittwoch (4. November) nicht mehr im Notbetrieb befindet. 

[Erstmeldung] Warstein – Das bedeutet, dass keine neuen Patienten stationär aufgenommen werden und auch der Rettungsdienst möglichst andere Krankenhäuser anfährt. „Es sei denn, es passiert ein absolut dringender Notfall im direkten Umfeld. Dann wird der betroffene Patient auch hier aufgenommen“, sagte Geschäftsführer Klaus Wohlmeiner. 

Der Aufnahmestopp hatte sich schnell in der Stadt herumgesprochen, weil die niedergelassenen Ärzte natürlich keine Einweisungen veranlassen konnten. Der Betrieb der Ambulanz, des MVZ und der Kurzzeitpflege läuft hingegen weiter, weil diese Abteilungen räumlich von den Stationen getrennt sind. Auch geplante Eingriffe werden durchgeführt. 

Coronavirus im Krankenhaus: Abstriche bei Patienten und Mitarbeitern

Alle Maßnahmen seien in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt erfolgt, so Klaus Wohlmeiner. Bei den derzeit in Behandlung befindlichen gut 70 Patienten auf den Stationen und in der Kurzzeitpflege wurden bereits Abstriche gemacht, die gut 180 Mitarbeiter des Krankenhauses sollen bis Mittwochmittag abgestrichen worden sein. „Wir hoffen, dass der Betrieb zum Wochenende wieder normal laufen kann“, sagte der Ärztliche Direktor Dr. Rolf Cramer. 

Im besten Fall stehen die Testergebnisse bereits am Mittwochabend fest: „Die umfangreichen Maßnahmen wurden getroffen, um keinerlei Schwachstellen zu haben.“ Aus diesem Grund war in der vergangenen Woche erst das Besuchsverbot wieder erlassen worden, das nach dem Lockdown im Frühjahr mit Verbesserung der Gesamtsituation gelockert worden war.

Coronavirus im Krankenhaus: Unklar, wie die Krankenschwestern sich infizieren konnten

Wie die beiden Mitarbeiterinnen sich infizieren konnten, kann im Krankenhaus nur bedingt nachvollzogen werden. In Behandlung mit Symptomen befindet sich derzeit nur ein Patient. In der Vorwoche gab es zwei ebenfalls mit leichten Symptomen belastete Patienten, die aber beide negativ getestet worden waren und die inzwischen wegen anderweitiger notwendiger Behandlungen in andere Krankenhäuser verlegt wurden. 

Die Kontaktpersonen der sich mit leichten, aber Corona-typischen Anzeichen in häuslicher Quarantäne befindlichen Mitarbeiterinnen zu ermitteln, ist laut Klaus Wohlmeiner nun Angelegenheit des Kreisgesundheitsamtes. „Das Maria Hilf bleibt in dieser Situation ein Krankenhaus der akuten Notversorgung. Auch im Notbetrieb gilt das für 24 Stunden an sieben Tagen“, stellte Dr. Rolf Cramer fest. 

Coronavirus: Die Auswirkungen auf den Betrieb

Laut Klaus Wohlmeiner wird mit den bekannten Bereitschaftsplänen gearbeitet, es gebe auch keine Urlaubssperre; wobei sich Arzt und Verwaltungsleiter darin einig sind, dass die Auswirkungen von Corona noch lange nicht vorüber sind: „Wir müssen auf alles gefasst sein.“ 

Man habe fast damit rechnen können, dass es das Maria Hilf erwische: „Aber während in großen Krankenhäusern eben einzelne Stationen isoliert werden können, betrifft es kleine Krankenhäuser wie unseres eben komplett.“

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Kreis Soest finden Sie in unserem News-Ticker.

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