Neues Jahr gibt Startschuss für Warsteins „Neue Mitte“

Diese Fläche gegenüber dem Rathaus soll vom neuen Geschäftszentrum überbaut werden.

WARSTEIN ▪ Die entscheidenden Vorarbeiten hat der Stadtrat gerade noch rechtzeitig im vergangenen Jahr abgeschlossen, nun kann es mit der konkreten Zukunftplanung der Warsteiner Innenstadt losgehen. 2014 dürfte für das Projekt „Neue Mitte“ zum alles entscheidenden Jahr werden. Entweder wird das Projekt im Herzen der Innenstadt auf den Weg gebracht – oder Warstein verliert endgültig den Anschluss an die Entwicklung. Bürgermeister Manfred Gödde macht die Sache auch zu seiner ganz persönlichen. Im letzten vollen Jahr seiner im Oktober 2015 auslaufenden Bürgermeister-Amtszeit will er endlich Nägel mit Köpfen machen.

Der entscheidende Name ist dabei Dietrich Zakowski, der in Warstein bereits aufgrund seiner früheren Planungen für das Risse-Gelände bekannt ist. Der Arnsberger Architekt hat mit seinem Büro „Zakowski Generalplanung“ den Zuschlag aus ursprünglich vier ernsthaften Bewerbern erhalten. Vorvertragliche Regelungen sind nach einer einmütigen Entscheidung des Ausschusses für Stadtentwicklung zwischen Stadt Warstein und dem Investor getroffen worden.

Auf dem Gelände zwischen Hotel Bergenthal und dem Domcenter soll ein Baukörper entstehen, der sich an die gewachsene städtebauliche Struktur der Innenstadt anpasst. Dabei hat der vorgelegte Entwurf keinen absolut bindenden Charakter, sondern sieht verschiedene Optionen vor, die in den nun laufenden Verhandlungen mit den Grundstückseigentümer noch Varianten offenhalten. So soll beispielsweise die Fleischerei Cremer an der Ecke Hauptstraße/Domring in einem ersten Schritt unverändert bleiben. In einem späteren Bauabschnitt ist die Erweiterung hinter Cremers Schlachthaus in Richtung Westen vorgesehen.

Insgesamt plant der Investor keinen großen Ankermieter, wie es beispielsweise die großdimensionierten Planungen des gescheiterten Investors Bövingloh vorsahen. Und ein Lebensmittler ist mit dem Netto-Markt ja bereits auf der anderen Straßenseite vorhanden. Dafür sollen Geschäfte eines Warenangebots aus den Bereichen Textil, Drogerie, Schuhe und Sport zum Zuge kommen. Auch an die Schaffung seniorengerechter Wohnungen ist gedacht. Berücksichtigt wird auch, dass eine Fleischerei und ein Bäcker in unmittelbarer Umgebung bereits vorhanden ist.

Im neuen Jahr startet nun die Phase der Grundstücksverhandlungen und konkreten Mietersuche. Damit dürfte auch einige Feinarbeit an den Plänen zu leisten sein. So sollen den Verhandlungspartnern auch Eigentums-Beteiligungen angeboten werden. Unterstützt wird eine zügige Realisierung ausdrücklich von der Brauerei, die mit der Hauptstraße 99 ein wichtiges Grundstück hat. Schlüsselgrundstück ist aber das Bergenthal-Areal, das Hubert Bövingloh in seinen Besitz gebracht hat. Er hat bekundet, verkaufsbereit zu sein, will allerdings mit Hilfe eines Preisaufschlags seine geleisteten Planungs-Investitionen zurück haben.

Die konkreten Preisverhandlungen mit den Grundstückseigentümern dürften somit in den nächsten Wochen zur ersten Nagelprobe für Dietrich Zakowski werden. Bürgermeister Manfred Gödde will ihn nach Leibeskräften unterstützen. Dass die Warsteiner Bevölkerung die Pläne befürwortet, gibt ihm Rückhalt. Während des Weihnachtsmarktes waren alle Pläne im „We-love-Warstein“-Büro ausgehängt und fanden bei den vielen Besuchern große Beachtung und zum allergrößten Teil auch Zustimmung.

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