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Neun Monate nach dem Verschwinden: Traurige Gewissheit in Warsteiner Vermisstenfall

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Von: Daniel Schröder

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Ohne Erfolg wurde der Wald damals rund um die Klinik abgesucht.
Ohne Erfolg wurde der Wald damals rund um die Klinik abgesucht. © Daniel Schröder

Anfang Juni 2020 verschwand der 85-jährige Bruno S. aus der LWL-Klinik in Warstein. Ein Großaufgebot suchte nach ihm. Jetzt gibt es traurige Gewissheit.

Warstein - Der 85-jährige Bruno S. ist tot. Er war Mitte vergangenen Jahres, Anfang Juni, aus der LWL-Klinik in Warstein, in der er wohnte, verschwunden. Schon damals war den Einsatzkräften klar, dass die Suche ein Wettlauf gegen die Zeit wird, da der an Demenz leidende Mann dringend auf eine medizinische Versorgung angewiesen war.

Die Polizei suchte am Tag des Verschwindens zunächst mit Hunden und einem Hubschrauber. Am Folgetag wurde die Suche dann auch von einer Polizei-Hundertschaft aus Dortmund und Feuerwehrkräften aus Warstein, Möhnesee und Geseke unterstützt. Durch einen Zeugenhinweis und eine Spur, die ein Personenspürhund aufgenommen hatte, konzentrierte sich die groß angelegte Suche auf das Waldgebiet nördlich der LWL-Klinik zwischen Warstein, Suttrop und Belecke und ein Waldstück westlich der B55.

Ein Großaufgebot der Polizei suchte im Juni 2020 nach dem Vermissten.
Ein Großaufgebot der Polizei suchte im Juni 2020 nach dem Vermissten. © Daniel Schröder

Die waldnahe Lage der Klinik habe die Suche erschwert, erklärte Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper damals. „Wir haben alles Menschenmögliche gegeben. Wir haben überall gesucht, wo man suchen konnte“, sagte damals Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr Warstein.

Auch die Feuerwehr unterstütze die Suche.
Auch die Feuerwehr unterstütze die Suche. © Daniel Schröder

Jetzt, 293 Tage nach seinem Verschwinden, herrscht traurige Gewissheit. Bei Baumfäll-Arbeiten wurden am vergangenen Montag die sterblichen Überreste des Vermissten etwa 200 Meter von der LWL-Klinik entfernt im angrenzenden Waldgebiet gefunden. Bei den darauf folgenden Untersuchungen wurden letzte Zweifel aus dem Weg geräumt, dass es sich bei dem Toten um Bruno S. handelte. „Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor“, erklärte Polizeisprecher Holger Rehbock.

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