Haus Kupferhammer vor "erfolgreicher Zukunft"

Erinnerungsfoto: Dr. Peter von Möller, Dr. Ulrike Gilhaus, Manfred Gödde, Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Manfred Zimmermann und Dietmar Lange vor dem Portrait von Johann-Theodor Möller.

WARSTEIN - Stolz und Freude sprach am Samstagmorgen aus den Gesichtern der Freunde und Förderer des Museums Haus Kupferhammer. Und auch die Gäste der feierlichen Matinée zur Einweihung der neugestalteten Räumlichkeiten spiegelten diese Gefühle wider.

Nach rund zweijähriger Renovierungs- und Neugestaltungsphase bot sich am Samstag erstmals die Gelegenheit, die neu ausgerichtete Dauerausstellung zur Stadt- und Industriegeschichte und die Räume im Erdgeschoss, die für wechselnde Ausstellungen, Workshops, Vorträge und Seminare genutzt werden sollen, zu besichtigen.

„Die heutige Matinee markiert den Abschluss der Neugestaltung und Neuausrichtung und soll den Dank an die vielen Unterstützer unseres Projektes zum Ausdruck bringen“, begrüßte Manfred Zimmermann als Vorsitzender des Fördervereins seine Gäste im großen Saal des Hauses Kupferhammer.

Zusammengekommen waren dort zahlreiche Ideengeber, Sponsoren und Unterstützer des neu ausgerichteten Museums. Auch die Nachfahren Johann-Theodor Möllers, des Erbauers des Hauses Kupferhammer, waren zu diesem Anlass aus Bielefeld nach Warstein gekommen. „Ich stehe hier als einer der vielen Nachfolger derer, die in diesem Haus ihre Geburtsstätte hatten“, sprach Dr. Peter von Möller als Nachfahre der siebten Generation die Grußworte der Familie.

Gleichzeitig wies er auf seine doppelte Funktion hin: „Ich stehe hier aber auch als einer der Sponsoren.“ In diesem Sinne bedankte er sich bei dem Förderverein für die großartige Umsetzung aller Anregungen: „Es ist einfach, Ideen zu geben. Aber die Umsetzung liegt schließlich bei denen, die die Verantwortung übernommen haben.“ Um das Haus Kupferhammer nach diesem ersten großen Schritt immer weiter nach vorn zu bringen, empfahl er das „Dreieck aus Förderverein, Kommune und Sponsoren“ aktiv zu erhalten.

Ein Beispiel davon, wie weit ein Museum nach vorn kommen kann, gab Prof. Dr. Christoph Stiegemann. Als „Warsteiner Junge“ hatte der Leiter des Diözesanmuseums in Paderborn die Einladung in die alte Heimat gerne angenommen. In seinem Festvortrag gab er einen bebilderten Überblick über die drei erfolgreichen Ausstellungen, die er seit 1999 im Diözesanmuseum begleitet hat.

Er betonte, dass bei den Ausstellungen über Karl den Großen, über Canossa als „Erschütterung der Welt“ und über die Christianisierung im Mittelalter der letztjährigen „Credo“-Ausstellung immer der regionale Bezug wichtig gewesen sei. Dieses Vorgehen legte er auch den Förderern des Hauses Kupferhammer nahe und eröffnete die Perspektive, den Fokus zu weiten und das Haus Kupferhammer als Standort vergleichbarer Ausstellungen zu etablieren.

„Ich wünsche euch eine ähnliche, erfolgreiche und glückliche Zukunft unter der Perspektive, dass man aus etwas Kleinem ganz viel machen kann“, machte er Mut für weitere und durchaus noch größere Projekte. „Mit ihren 150 000 Besuchern haben sie die Messlatte für uns ganz schön hochgelegt“, bedankte sich Manfred Zimmermann mit einem Augenzwinkern für den Vortrag Stiegemanns.

Als einen „bewegenden Morgen für die Geschichte unseres Hauses durch die Vollendung der inneren Konzeption“ bezeichnete Kustos Dietmar Lange die feierliche Matinee. Kurz erläuterte er den Gästen das Konzept und die innere Gestaltung der Räume. „Das Haus Kupferhammer soll den Schwerpunkt der Industriegeschichte in Warstein deutlich machen“, resümierte er und führte beispielhaft an, dass einem die Geschichte der Stadt im Alltag beispielsweise durch Namensgebungen wie in der Von-Möller-Straße begegne.

„Ich bin stolz auf diese Veranstaltung“, sprach Bürgermeister Manfred Gödde dem Projekt seine Anerkennung aus: „Die Stadt wäre nie in der Lage gewesen, so etwas auf die Beine zu stellen.“ Er bedankte sich beim Förderverein und wünschte sich, dass die Arbeit auch zukünftig „Hand in Hand“ gehen werde.

Den Abschluss der feierlichen Matinee, die von Michael Baronowsky am Klavier musikalisch untermalt wurde, bildete ein Rundgang aller Besucher durch das neu gestaltete Museum. Die Ausstellungen zu den Familienunternehmen Sägewerk Fisch, Warsteiner Brauerei und Möller-Gruppe in den „Patenzimmern“ im Erdgeschoss wurden dabei als ebenso gelungen bewertet, wie die gesamte festliche Matinee im neu ausgerichteten und renovierten Haus Kupferhammer. - sw

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare