Helm „deformiert“

„Leblose Person im Wald“: Feuerwehr findet schwer verletzten Radfahrer - Hubschrauber angefordert

Mitten im Wald waren die Einsatzkräfte in Warstein am späten Donnerstagabend im Einsatz.
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Mitten im Wald waren die Einsatzkräfte in Warstein am späten Donnerstagabend im Einsatz.

Bereits das Einsatzstichwort ließ den Kräften des Löschzugs Warstein am Donnerstagabend keine Zweifel daran, dass es auf jede Minute ankommt.

Warstein - Die Feuerwehr Warstein rückte am späten Donnerstagabend mit vielen Kräften und sechs Fahrzeugen zu einer Personensuche im Wald zwischen der Warsteiner Brauerei und dem Lörmecketurm aus. Bereits nach kurzer Zeit konnte ein Erfolg vermeldet werden

„‘Leblose Person im Waldgebiet, Personensuche‘, meldete die Rettungsleitstelle um 21.23 Uhr. Problematisch war zunächst, dass es keine genaue Ortsangabe, sondern lediglich eine vage Richtung als Anhaltspunkt für die Suche gab“, schildert die Feuerwehr Warstein. Laut der Polizei habe ein Fußgänger den bewusstlosen Mann im Wald entdeckt und den Notruf verständigt.

Schwerer Unfall im Warsteiner Wald: Feuerwehrmann entdeckt Schwerverletzten durch aufmerksamen Blick

Auf der Anfahrt habe es dann den Hinweis gegeben, dass ein Spielplatz in der Nähe des Unfallortes sein könnte. „Durch die gute Ortskenntnis der Kameraden auf den Fahrzeugen war schnell klar, dass es sich um den Spielplatz im Bereich ‚Paradies‘ mitten im Wald zwischen der Brauerei und dem Lörmecketurm handeln musste. Dem aufmerksamen Auge eines Kameraden war es dann zu verdanken, dass die Person sehr schnell gefunden werden konnte“, berichtete die Feuerwehr.

Die Einsatzstelle.

Auf der Anfahrt zum Spielplatz habe der Feuerwehrmann „durch den stetigen Blick aus dem Fenster des Löschfahrzeugs“ nämlich plötzlich eine Person am Fuße einer Böschung entdeckt.

Schwerer Unfall im Warsteiner Wald: „Helm hat das Allerschlimmste verhindert“

„Es handelte sich um einen Radfahrer, der sich bei einem Sturz schwere Verletzungen zugezogen hatte. Vor allem aufgrund seines beleuchteten Fahrradhelms konnte er in der Dämmerung so schnell gefunden werden“, schilderte die Feuerwehr. Polizeisprecher Holger Rehbock ergänzte: „Aufgrund der Deformation seines getragenen Fahrradhelmes und den Gesamtumständen geht die Polizei zurzeit davon aus, dass der Radfahrer am Donnerstag, zwischen 17 Uhr und 21 Uhr dort mit seinem Zweirad gestürzt war. Die Polizei geht davon aus, dass der getragene Fahrradhelm das Allerschlimmste verhindert hatte.“

Laut Rehbock handelte es sich bei dem Radfahrer um einen 21-jährigen Mann aus Meppen an der niederländischen Grenze.

Schwerer Unfall im Wald: Rettungshubschrauber muss Flug abbrechen

Die Feuerwehr übernahm zusammen mit dem kurze Zeit später eintreffenden Notarzt die Erstversorgung des Mannes. Anschließend wurde der Schwerverletzte aus der Böschung gerettet. Nach den Erstmaßnahmen bereitete die Feuerwehr einen Landeplatz für einen Rettungshubschrauber vor. Der Hubschrauber musste seinen Flug aufgrund der Wetterlage allerdings abbrechen. „Der Rettungsdienst brachte den Verletzten deshalb bodengebunden ins Krankenhaus. Für die Feuerwehr war der Einsatz nach knapp zwei Stunden beendet.“

Für die Feuerwehr Warstein war es nicht die erste Personensuche im Wald: Ein ähnliches Szenario hatte es im vergangenen Herbst gegegen. Dort konnte eine schwer verletzte Joggerin durch den Einsatz des Martinshorns gefunden und vor dem Kältetod gerettet werden.

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