„Es darf nicht gefährlich werden“

Schnee-Tourismus in Warstein: Falschparker kassieren Knöllchen am Stimm-Stamm

Tagestouristen sorgten für volle Parkplätze unter anderem am Lörmecketurm und am Gasthof und parkten auch entlang der Bundesstraße.
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Tagestouristen sorgten für volle Parkplätze unter anderem am Lörmecketurm und am Gasthof und parkten auch entlang der Bundesstraße.

Wenn Winterberg und Willingen dichtmachen, wird ausgewichen – unter anderem nach Warstein: Ein großer Besucherandrang war am Wochenende im Stadtgebiet und insbesondere am Stimm-Stamm zu verzeichnen.

Warstein – Am Sonntagnachmittag mussten diejenigen, die den freien Tag auf den Wanderwegen im Arnsberger Wald rund um den Lörmecketurm verbringen wollten, einiges an Zeit investieren, um einen Parkplatz zu finden.

Dabei wurde nicht nur jeder Quadratmeter offizielle Parkplatz-Fläche genutzt, sondern auch entlang der Bundesstraße 55. Zwar sah es mitunter chaotisch aus, Polizei und Ordnungsamt mussten aber nur ein knappes Dutzend Knöllchen für Falschparker schreiben und attestierten den Besuchern ansonsten ein vorbildliches Verhalten – auch mit Blick auf die Corona-Vorschriften.

Lörmecketurm und Stimm-Stamm: Warsteiner und Mescheder Ordnungsamt im Einsatz

Sowohl das Warsteiner als auch das Mescheder Ordnungsamt und die Polizei waren auf der Bundesstraße zwischen Warstein und Meschede unterwegs und ahndeten offensichtliche Verkehrsvergehen. So wurden im Bereich der Gaststätte auf dem Kopf des Stimm-Stamms mehrere Knöllchen für Falschparker ausgestellt.

Ordnungsamt und Polizei waren am Wochenende am Stimm Stamm aktiv.

Sie hatten ihre Fahrzeuge – laut Kennzeichen kamen die Halter überwiegend aus dem Ruhrgebiet – beispielsweise direkt in der Bushaltestelle, in einer Nothaltebucht, in Einmündungen oder auf der eigentlichen Fahrbahn der B 55 geparkt, da reichten schon ein paar Zentimeter über dem breiten weißen Strich.

Schnee-Touristen in Warstein: Besucher „bemüht und kooperativ“

Doch über die Falschparker hinaus sei die Lage unproblematisch gewesen: So seien die Leute zum großen Teil „bemüht und kooperativ gewesen“, hieß es aus Reihen des Ordnungsamtes. Zwar seien die Parkmöglichkeiten allesamt stark frequentiert gewesen. Jedoch hätten sich die Besucherströme dann weitläufig im Wald verteilt.

Ein Vorteil gegenüber den Touristen-Magneten in Winterberg und Co., wo sich die Besuchermassen vor allem auf den Skipisten und Rodelhängen konzentriert hatten. So konnten „keine regelwidrigen Menschenansammlungen festgestellt“ werden, hieß es aus dem Ordnungsamt zur Wochenend-Bilanz – „und alle waren glücklich und zufrieden“.

Ein Dutzend Knöllchen musste geschrieben werden.

Seit Freitagmittag waren die Teams des Warsteiner Ordnungsamtes vermehrt im Einsatz zu Kontrollen an den beliebten Parkplätzen in Warstein für Tagesausflügler. Diese werden natürlich fortgesetzt, um Chaos auch an den beliebten Touristenhotspots in Warstein zu verhindern. Und dabei wird man auch wieder Knöllchen schreiben, wenn sich Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten: „Es darf nicht gefährlich werden auf der Straße“, so das Credo des Ordnungsamtes – und wer doch verkehrswidrig parkt und damit andere in Gefahr bringt, muss nicht nur mit einem Knöllchen, sondern im schlimmsten Fall auch mit dem Abschlepper rechnen. Dabei setzt das Ordnungsamt auch auf regelmäßige Kontrollen, um dem Herdentrieb entgegenzuwirken, denn „stellt sich erstmal einer falsch hin...“

Schnee-Tourismus in Warstein: Für die Polizei nur eine „kleine Notiz“

In der Wochenendbilanz der Polizei tauchten die Tagestouristen auch nur als „kleine Notiz“ in den Unterlagen, aber nicht als Pressebericht auf: „Es war entspannt“, resümierte Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper das kurze Einsatzprotokoll. Die Polizei rückte am Samstag wie auch am Sonntag zum Stimm-Stamm aus, um das Ordnungsamt zu unterstützen.

Auch der Wildpark im Bilsteintal war am Wochenende wieder ein beliebtes Ausflugsziel.

Hauptthema der Kontrollen aber war nicht etwa das Parken der vielen Fahrzeuge auf den Seitenstreifen entlang der Bundesstraße, sondern die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung: Es seien extra Polizeifahrzeuge unterwegs, um aufzuklären und auf die Einhaltung der Vorschriften zu achten. Vermerke, dass es hier zu Problemen gekommen sei, konnte Wolfgang Lückenkemper nicht finden.

Parken an der B 55 in Warstein: Außerhalb geschlossener Ortschaften ist es erlaubt

Das Parken entlang der Bundesstraße sei auf jeden Fall nicht der eigentliche Grund für die Polizeipräsenz gewesen: „Wenn es nicht stört, ist da nichts gegen zu sagen“, so der Sprecher. „Außerhalb geschlossener Ortschaften ist das Parken erlaubt, wenn keine Schilder da sind und die Straßenverhältnisse es zulassen.“

War allerdings der Schneepflug schneller und hat an der Seite Schneemassen aufgetürmt, so dass die Fahrzeuge teilweise auf der Straße parken würden, es eng wird und sie den fließenden Verkehr behindern, würden die Behörden einschreiten.

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