Warsteiner Herbst

Gut gelaunt im grauen Nass: Brauerumzug trotzt Regen 

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Die Akteure im Brauerumzug trotzten dem Regen.

Warstein. Noch nie ist der Brauerumzug wegen schlechten Wetters abgesagt worden. Und das sollte auch am Sonntag so bleiben: Regen? Was stört uns der Regen! Mehr als 500 Aktive trotzten dem grauen Nass und machten sich pünktlich um 13.10 Uhr auf zum traditionellen Brauerumzug beim Warsteiner Herbst.

Nur ein paar wenige Gruppen sagten ab und blieben zu Hause – aus Rücksicht auf Kostümierung oder Gefährt. Der Rest ließ sich die gute Laune nicht verderben. Und auch die Zuschauer ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Mit Kapuzen oder Regenschirmen „bewaffnet“ standen sie dicht an dicht am oberen Teil der Hauptstraße und verfolgten den Zug und die kurzweilige Moderation des bewährten Duos Rolf Tüllmann und Andreas Wiemar. Sie stellten die einzelnen Gruppen und Teilnehmer vor und ließen sich dabei auch gern ein leckeres „Pilsken schmecken“, frisch gezapft von den Brauerei-Mitarbeitern am Warsteiner Mini-Truck. Gut beschirmt genoss Hopfenkönigin Theresa Hagl an der Seite von Bürgermeister Thomas Schöne ihren Platz auf dem Fasswagen und winkte in die Menge. Es wurde marschiert, getanzt und musiziert auf den regennassen Straßen. Dabei sahen die festlichen Roben der Königinnen und Hofdamen der Warsteiner Schützenvereine am Marktplatz angekommen schon leicht lädiert ist. Der Laune allerdings tat das keinen Abbruch. Twirlingverein und Dance-Inspiration wirbelten in kurzen Röcken mit ihren Twirling-Stäben, und auch die Damen der orientalischen Tanzgruppe Azehrad sorgten mit bunten Kostümen und gekonntem Hüftschwung für gute Laune. Zahlreiche Jubiläen standen gestern im Mittelpunkt. Nicht nur die Mittelalterfreunde aus Soest – langjährige Dauergäste in Warstein – freuen sich auf ihr Vereinsjubiläum, auch die Warsteiner Verbund Gesellschaft hatte allen Grund zur Freude: Ihr 20-jähriges Bestehen feierte sie bereits am Samstagabend beim Warsteiner Herbst und präsentierte im Brauerumzug gestern verschiedene Elektro-Fahrzeuge. 60 Jahre Handball in Warstein: Der VfS kam gleich mit einem Riesen-Truck, voll beladen mit jungen Handballern. Angefeuert von DJ Käpt’n Käse sorgten die Jubiläums-Sportler für ordentlich Stimmung auf dem Truck und feierten sich selbst: „Gib mir ein V, gib mir ein f, gib mir ein S“, tönte es aus dem Mikrofon, das die Jungen und Mädchen lautstark beantworteten und mit Hüpfen das Gefährt zum Beben brachten. Als einzige Karnevalisten ließen sich die Wispelten aus Niederbergheim nicht abschrecken, kamen mit Vorstand, Prinzenpaar Björn und Kirsten Besting sowie den Pagen und zogen gut gelaunt durch die Straßen. Mit 17 statt 25 Fahrzeugen waren die Treckerfreunde Bohnenburg wieder mit ihren bunt geschmückten historischen Fahrzeugen dabei und hatten ihre Teilnahme in diesem Jahr unter das Motto „Bauer sucht Frau“ gestellt. Klar, dass die weiblichen Treckerfahrerinnen sich passend dazu einen Bauer mit Traktor wünschten. Fest ins Bild gehört auch der Warsteiner Camperpark im Bayernstadl. In Dirndl und Lederhosen wurden sie Bier und Brez’n verteilt. Unter neuer Leitung von Heinz-Helmut Schulte zeigten die Warsteiner Europafreunde Flagge für die Länder der Warsteiner Partnerstädte und hatten auch schon ganz kleine Europafreunde dabei. Zwar konnten die Brenner des Warsteiner Happy Ballooning Club nicht die Straßen trocknen, ein klein wenig Wärme brachten sie aber mit den meterhohen Flammen in den trüben Regentag. Wie gewohnt fuhren Ortsvorsteher, Geistlichkeit und Brauereivertreter in schmucken Oldtimern im Zug mit. Und auch Warstein(er)s größter Fan aus dem Nachbarland durfte nicht fehlen. Gerrit Makkinga und sein Warsteiner Käfer waren ebenfalls dabei.

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