„Goldene Hochzeit“ zwei Jahre lang Großereignis

WARSTEIN ▪ Wenn ein Auto mit Warstein-Aufkleber in St. Pol sur Ternoise ankommt, dann ist den deutschen Besuchern ein herzlicher Empfang gewiss. Immer. So auch am Wochenende, als ein Dutzend Warsteiner sich in die nordfranzösische Kleinstadt aufgemacht hatte, um eine außergewöhnliche Aufgabe anzugehen: Beide Partnerstädte bereiten ein echtes Großereignis vor: Vor 50 Jahren wurde die Städtepartnerschaft ins Leben gerufen – und das soll gebührend gefeiert werden. Zwei Jahre lang. Er freue sich sehr auf die „Goldene Hochzeit“ beider Städte, sagte Bürgermeister Gödde.

Warum die beiden Städte gleich zwei Jubiläumsjahre anpeilen, hat seinen historischen Grund. All die Jubiläumsbegegnungen der vergangenen Jahrzehnte wurden jeweils mit gegenseitigen Besuchen im einen Jahr in der einen und im nächsten Jahr in der anderen Stadt gefeiert. Schließlich sollten und sollen alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit haben, an den Begegnungen teilzunehmen. Und so soll es auch beim großen 50-Jährigen sein. In diesem Jahr findet am letzten August-Wochenende das Treffen in Warstein statt, 2015 fahren die Warsteiner dann nach St. Pol.

In beiden Jahren wird es natürlich sowohl in Warstein als auch in St. Pol ein Festprogramm geben, das zahlreiche weitere Möglichkeiten der Teilhabe am Leben in der jeweiligen Partnerstadt beinhaltet. Stadtmarketing-Leiter Wolfang Heppekausen legte im Beisein der Bürgermeister beider Städte Manfred Gödde und Maurice Louf den französischen Freunden den Entwurf des 2014er Programms für Warstein vor. Mit dabei Birgit Wüllner als Vorsitzende der Warsteiner Europafreunde (WEF) sowie Gérard Bocquillion, als Präsident der ASPAI, des St. Poler Vereins für die internationale Freundschaft, ins Amt zurückgekehrt.

Ein Höhepunkt des Vorbereitungs-Wochenendes war die Präsentation der ersten 20 Seiten der Jubiläums-Chronik durch Autorin Marie-France Acquart. In einer viele Monate währenden Fleißarbeit hat die frühere Lehrerin am St. Poler Gymnasium Ereignisse und Fotos aus 50 Jahren zusammen getragen und in sehr persönlicher Art und Weise zu Papier gebracht. Dabei ist sie ihrem Stil als ebenso emotionale wie lebhafte „Madame 100 000 Volt“ treu geblieben. So erhielt sie für die Präsentation am Samstagabend kräftigen Applaus. Doris und Franz-Josef Berghoff haben die Autorin in den vergangenen Monaten intensiv unterstützt und die gesamten Texte ins Deutsche übersetzt. So erscheint das Buch im Mai gleichzeitig in Deutsch und Französisch mit einer Auflage von 500 Exemplaren.

Vielfalt und Kreativität ist bei vielen anderen Punkte im Jubiläumsprogramm angesagt: Etwa bei einer Bilderausstellung mit Werken heimischer französischer und deutscher Künstler unter Regie von Marita Mues, bei einem internationales Mühlen-Projekt der Liobaschule mit Ute Richter und Cathy Camus oder bei einer „Erlebnismeile“ entlang der Warsteiner Hauptstraße. Und immer gilt: Das Wichtigste sind die Begegnungen der Menschen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare