Auch Brauerei-Führungen sollen wieder starten

Camping in Warstein nach Corona-Pause: Viele junge Leute sind mit Zelten unterwegs

Camping Warstein Niederbergheim Warsteiner Welt Wiggeshoff Wannetal
+
Reger Betrieb herrscht im Wannetal – Wolfgang und Silvia Brogner und Enkel Luca freuen sich über die Gäste.

Die Campingplätze im Warsteiner Stadtgebiet haben nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet. In Sachen Ansturm gibt es jedoch auffällige Unterschiede.

Warstein/Niederbergheim – Der große „Run“ auf die Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze in Warstein ist ausgeblieben, seitdem auch deren Betreiber wieder Gäste aufnehmen dürfen. 

Wobei es Unterschiede gibt zwischen den beiden Campingplätzen Wiggeshoff an der Sauerlandstraße und Wannetal am Wandickerweg, beide in Niederbergheim, und den Anlagen in Warstein am Bayernstadl im Enkerbruch und an der Warsteiner Welt. 

Camperpark: 18 statt 30 Stellplätze

Während Edith und Peter Voß ihren Camperpark am Bayernstadl nach Aufhebung des Lockdown am 21. Mai wieder zur Verfügung stellten, ist der Platz an der Warsteiner Welt erst seit dem 1. Juli wieder offen. Am Bayernstadl läuft das Geschäft „ganz normal“, sagt Edith Voß, wobei die Kapazität von bis zu 30 Stellplätzen auf 18 reduziert wurde. 

Und wer mit seinem Wohnmobil hier übernachten will, muss sich vorher anmelden. Eine Duschmöglichkeit gibt es nicht, immerhin können sich Besucher in der Gaststätte beköstigen lassen. „Die langen Wochenenden im Mai und Juni waren allerdings sehr gut gebucht. Aber das sind sie eigentlich in allen Jahren“, so Edith Voß. 

Einen Gäste-Ansturm gab es auf dem Platz an der Warsteiner Welt noch nicht.

Die Gelegenheit, zum Warstein-Besuch an der Warsteiner Welt über Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Fronleichnam zu campieren, gab es wegen Corona aber nicht. Der Platz war „dicht“ und stand erst ab dem 1. Juli wieder zur Verfügung.

Warsteiner Welt: Restaurant zu - Duschen trocken

„Es gab aber kaum Buchungen“, sagt Philipp Seibt aus dem Team der Warsteiner Welt. Das liege daran, dass es im Gästehaus Warsteiner Welt keinen Restaurantbetrieb gebe, die Duschen nicht geöffnet seien, und es über die Warsteiner Welt auch keine Brauereibesichtigungen zu buchen gäbe. 

Die Nasszellen blieben zu, weil der Reinigungsaufwand zu hoch sei: „Egal, wie viele Wohnmobile und Wohnwagen dort stehen, jeden Tag müsste ein externer Reinigungsdienst sechsmal tätig werden. Das wäre ein Zuschussgeschäft“, so Philipp Seibt. 

Die Anlage sei so konzipiert, dass sie autark, ohne großen Personaleinsatz, funktioniere. Das beginnt beim Einchecken an einem Automat. Doch werde das Hotel am 1. August wieder geöffnet, und aktuell würden Überlegungen angestellt, auch die Brauereibesichtigungen im September im übersichtlichen Rahmen wieder zu starten: „Wir denken an zwei Touren pro Tag, an drei Tagen in der Woche“. 

Viele Leute mit Zelten fragen an

Den Drang der Urlauber, in den Ferien andere Luft zu schnuppern, spüren dagegen die Campingplatzbetreiber in Niederbergheim. Auch hier waren die langen Wochenenden gut gebucht – wie üblich – aber Anja Koch vom Campingplatz Wannetal berichtet, dass viele Leute mit Zelt anfragen würden. 

Neben den 140 Dauercampern haben eigentlich 30 Kurzzeitgäste Platz, aber hier wurde die Zahl um die Hälfte reduziert. Für die Sommermonate gebe es viele Anfragen, und erfreulich sei, dass sich alle Gäste an die Regeln halten würden: „Es klappt problemlos mit dem Eintragen der Daten und dem Tragen des Mundschutzes“. 

Anja Wiggeshoff auf ihrem Campingplatz an der Sauerlandstraße in Niederbergheim.

Eigentlich hätte die Familie Wiggeshoff an der Sauerlandstraße am 4. Juli das 50-jährige Bestehen ihres Campingplatzes gefeiert. Aber das musste wegen Corona auf unbestimmte Zeit verschoben werden, sagt Anja Wiggeshoff.

Viele Anfragen nach der Wiedereröffnung

Ab der Wiederöffnung am 21. Mai habe es viele Anfragen gegeben, doch hätten nur etwa ein Drittel der Kurzzeitgäste genommen werden können. Der Platz hat 80 Dauercampingplätze und 60 Kurzzeitplätze. 

Die Duschkapazitäten und die Zahl der Handwaschbecken wurden halbiert, wobei hier in der Vorwoche schon etwas gelockert werden konnte. Aber noch gilt, dass nur dann, wenn ein Kurzzeitplatz geräumt wurde, ein anderer Gast nachrücken könne. 

Es gebe wegen der Reisebeschränkungen durch Corona aber mehr spontane Anrufer, die sich den Aufenthalt kurzfristig überlegt hätten – und viele junge Leute seien unterwegs, gerade auch mit Zelten: „Die sind gerne sportlich in der Sauerländer Natur unterwegs“, stellt Anja Wiggeshoff fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare