Bilsteintal

Neuer Bogenparcours: Im Warsteiner Wildpark können jetzt Drachen und Trolle "erlegt" werden

Bogenparcours Bilsteintal Wildpark Warstein
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„Fast perfekt“: Hans Wiese (l.) durfte als treibender Ideengeber für den Bogenparcours gestern den ersten Schuss abgeben.

Der Wildpark hat Zuwachs bekommen. Auf einer rund 20 Hektar Fläche westlich des bisherigen Areals und auf der anderen Seite der L 735 zwischen Warstein und Hirschberg tummeln sich jetzt Drachenküken, Waldtrolle, Drachen und anderes Getier.

Warstein – Am Sonntagvormittag wurde nach gut dreijähriger Planungs- und Umsetzungsphase der neue naturnahe Bogenparcours offiziell eröffnet. 

Auf einer Länge von gut drei Kilometern kann ab sofort ganzjährig mitten in einem Buchenwald an 28 Stationen auf dreidimensionale Fantasy-Tiere geschossen werden. Rund 14.000 Euro und viele ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden dafür investiert. „Da ist ein echtes Highlight entstanden“, freute sich Bürgermeister Dr. Thomas Schöne bei der Eröffnung, „das ist eine unheimliche Bereicherung für die Stadt Warstein.“

Bogenparcours im Bilsteintal: "Großartige neue Sache"

Diese „großartige neue Sache“ durfte er auch gleich im Anschluss ausprobieren – allerdings schossen alle drei Pfeile am Ziel vorbei. Wesentlich treffsicherer war da Hans Wiese. Er war mit seinen Bogensportfreunden aus dem Möhnetal treibende Kraft für das Projekt und durfte daher am Sonntag auch den ersten offiziellen Schuss abgeben. 

„Der war fast perfekt“, freute er sich über einen Treffer aus großer Distanz. Dass der Parcours nun endlich eröffnet worden ist, sorgte bei ihm für große Freude: „Was habe ich auf diesen Tag gewartet...“ 

Bogenparcours im Bilsteintal: "Dahinter steckt viel ehrenamtliche Arbeit"

Was auf dem langen Weg bis zu diesem Tag erforderlich war, das umriss Bertram Mestermann, 2. Vorsitzender des Bilsteintalvereins: „Wenn es fertig ist, sieht es schön aus, dahinter steckt aber viel ehrenamtliche Arbeit“ – und war von der durch das Stadtmarketing und den Forst an den Verein herangetragen Idee über die Konzeption und Vertragsabschlüsse bis hin zur Umsetzung. 

Bürgermeister Dr. Thomas Schöne schnitt das Band zum Einschießplatz am Bogenparcours durch.

Entsprechend dankte Vorsitzender Bernd Belecke daher auch allen Ehrenamtlichen, die das Projekt möglich gemacht haben, hob dabei insbesondere die Bogensportler sowie die Bilsteintal-Kümmerer sowie Bertram Mestermann hervor. Auch er ist sich sicher, dass der neue Bogenparcours Warstein weiter nach vorne bringen werde: „Das ist nicht nur für Warstein interessant, sondern ein Ziel für Bogenschützen aus der ganzen Region.“

Bogenparcours im Bilsteintal: Die ersten Sportler waren schon da

Kaum war die Eröffnung durch, rückten auch schon die ersten Freizeitsportler an. Dass dieser Sport aktuell ein „Hype“ ist, wie es Bürgermeister Dr. Thomas Schöne sagte, unterstrichen Zahlen von einem ähnlichen Parcours in Brilon: Dort waren am letzten Wochenende rund 750 Besucher. 

Eine Anmeldung für die Nutzung des Bogenparcours ist nicht erforderlich, auch gibt es dort keine klassische Kasse. Wer die Anlage nutzt, muss sich in das in der Schutzhütte am Einschießplatz ausliegende Parcoursbuch eintragen. Zwar fällt ein Nutzungsentgelt (12 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder) an, das aber wird auf Vertrauensbasis erhoben und per Überweisung bezahlt. Ein System, das sich bei vergleichbaren Anlagen bereits bewährt hat. 

Bogenparcours im Bilsteintal: Der Ablauf

Nach dem Aufwärmen am Einschießplatz, dort gibt es drei Zielscheiben, geht es auf den Rundkurs. Pfeile mit dem Hinweis „Bogenparcours“ zeigen den (unbefestigten) Weg, der mitunter durchs Unterholz (aber natürlich auf freigeschnittenen Pfaden) geht. Daher wird nicht nur festes Schuhwerk, sondern auch passende Kleidung empfohlen. 

An den einzelnen Stationen gibt es fast überall zwei Abschussmarkierungen – eine in gelb für die kürzere Distanz, eine in blau für die längere. Die Entfernungen zu den 3D-Zielen, die sich zum Teil gut an ihre Umgebung anpassen und mitunter erst gesucht werden müssen, variieren zwischen zehn und 40 Metern.

An einigen Stellen erlauben alte Baumstümpfe als Podeste das Schießen von einem höheren Standpunkt. Eine Besonderheit beim neuen Angebot in Warstein ist, dass auch die so genannten Compoundbögen, das sind die High-Tech-Ausführungen der Sportbögen, erlaubt sind. 

Bogenparcours im Bilsteintal: Weitere Schritte sollen folgen

Die Eröffnung des Bogenparcours war für die umtriebigen Bilsteintaler aber nur der erste Schritt, weitere sollen folgen: So gibt es bereits Überlegungen, auch Kurse anzubieten, auch der Aufbau eines Bestandes mit Leihbögen und Pfeilen steht auf der Ideenliste. 

Den Großteil der 14.000 Euro-Investiton, allein die Zielfiguren kosteten rund 12.000 Euro, stemmt der Bilsteintal-Verein (10.000 Euro). 

Unterstützt wurde der Bogenparcours durch Spenden von der Warsteiner Liste (2000 Euro), der Paul Cramer-Stiftung (1.500 Euro) und der Bürgerstiftung Hirschberg (500 Euro).

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