Besserer Zugang für Gehbehinderte

WARSTEIN ▪ Die Bilsteinhöhle soll wenigstens teilweise Behinderten besser zugänglich gemacht werden. Ein Treppenaufzug im Ausgangsbereich wird Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern zukünftig einen größeren Höhleneindruck verschaffen können, als ihnen bislang durch die Erreichbarkeit der Halle am Eingang gewährt wird.

Die Kosten für den neuen Treppenlift in Höhe von 12 600 Euro werden mit 8 000 Euro zum größten Teil von der NRW-Stiftung übernommen, den Rest will der Bilsteintal-Verein je zur Hälfte aus eigenen Mittel und aus Spenden aufbringen. Der Einbau ist sogar noch in diesem Jahr möglich.

Doch eine mit 165 000 Euro wesentlich größere Investition, die Erneuerung der kompletten Höhlenbeleuchtung, wird im Februar 2015 getätigt. Dafür gibt wiederum die NRW-Stiftung 33500 Euro, die fehlende Summe muss der Verein aufbringen. Und Vereinsgeschäftsführer Stefan Enste ist zuversichtlich, dass das gelingt: „Bei der Stadt liegen noch über 200 000 Euro fest aus dem Verkauf des Waldhotels an die Brauerei vor gut 15 Jahren. Wir werden beantragen, dass davon 100 000 Euro für die Beleuchtung bereitgestellt werden“. Er sei zuversichtlich, dass auch die erforderliche Zustimmung der Brauerei gegeben werde, weil die Investition voll dem Bestand und Betrieb von Höhle und Wildpark zugute komme.

Möglich gemacht haben die mutigen Zukunftspläne die „drei Sterne“ im Rahmen der Regionale Südwestfalen 2013. Angestoßen von der Stadt, hat der Bilsteintalverein die Beteiligung an der Maßnahme „Sauerlandhöhlen“ quasi „geerbt“.

Gemeinsam mit den Besitzern und Betreibern der drei anderen beteiligten Reckenhöhle (Hönnetal/Balve), Dechenhöhle (Iserlohn) und Heinrichshöhle (Hemer) hatte sich Warstein um eine Förderung beworben, und die Zusage kam am 11. Dezember 2013. Am Mittwoch kamen Vertreter der vier Höhlen in Hemer zusammen, aus Warstein war Stefan Enste dabei. Dort erfuhren sie, dass die NRW-Stiftung auch ein gemeinsames Info-Buch bezuschusst, das als erste Maßnahme innerhalb der nächsten Wochen bereits in Angriff genommen werden kann.

„Eigentlich“, so Stefan Enste, sind reine Marketingmaßnahmen von der Finanzierung durch die Stiftung ausgenommen. Aber die geplante Broschüre wird eine andere Qualität haben. Auch soll an den vier Höhlen jeweils eine Infotafel aufgestellt werden, auf der insbesondere auch auf die drei anderen Attraktionen hingewiesen wird.

Von der neuen Beleuchtung der Bilsteinhöhle verspricht sich der Verein eine Reduzierung des Energieverbrauchs um über 90 Prozent, und somit auch eine entsprechend geringere Stromrechnung. Der Februar 2015 ist fest ins Auge gefasst, weil der Februar erfahrungsgemäß der Monat mit dem geringsten Publikumsandrang ist: „Die Erneuerung wird voraussichtlich einige Wochen dauern, solange müssen wir die Höhle schließen“, blickt Stefan Enste voraus.

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