Warum der Fahrer das Weite suchte

Mit 150 Sachen auf der Flucht: Polizei verfolgt Volvo-Fahrer von Warstein bis Anröchte

Der 34-Jährige flüchtete mit 150 Sachen vor der Polizei.
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Der 34-Jährige flüchtete mit 150 Sachen vor der Polizei. (Symbolbild)

Ein verwirrt wirkender Autofahrer zog am Wochenende das Interesse der Polizei in Warstein auf sich. Die Beamten wollten ihn kontrollieren. Doch stattdessen wurde eine Verfolgungsfahrt eröffnet, die wenig später aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste. Erwischt wurde der Fahrer trotzdem.

Warstein - Am Samstag fiel einer Streifenbesatzung gegen 23 Uhr an der Kreuzung Kreisstraße/Hauptstraße in Warstein ein Fahrzeug ins Auge: „Der Fahrer trug am Lenkrad sitzend Kopfhörer und machte auf die Beamten einen verwirrten Eindruck“, berichtete Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper.

Als die Beamten den Streifenwagen an der roten Ampel quer vor den Volvo des Verdächtigen stellten, schaltete dieser in den Rückwärtsgang und flüchtete über die B55 in Richtung Belecke. „Daraufhin nahmen die Polizisten die Verfolgung des Volvos auf. Er überfuhr unter anderem mehrere rote Ampeln und beschleunigte sein Fahrzeug auf etwa 150 km/h bei erlaubtem Tempo 70. Mit weiterhin hoher Geschwindigkeit raste der Volvo-Fahrer weiter durch Belecke. Um weitere Verkehrsgefährdungen zu verhindern, brach die Polizei die Verfolgungsfahrt ab“, schilderte Lückenkemper.

Flucht vor der Polizei: Beamte schalten Blaulicht und Martinshorn ab - gefasst wird der Fahrer trotzdem

Die Polizisten schalteten Blaulicht und Martinshorn ab, folgten dem Volvo mit einem gewissen Abstand aber weiter bis nach Anröchte. Parallel forderten sie Unterstützung weiterer Streifenteams an. In Anröchte verloren die Warsteiner Polizisten das Auto des Verdächtigen aus den Augen.

Dank der Fahrzeugbeschreibung, die die Ordnungshüter per Funk an die Kollegen übermittelt hatten, gelang dem Volvo-Fahrer die Flucht nicht: „Durch mehrere hinzugezogene Einsatzmittel konnte der Fahrer zu Fuß an der Pohlgartenstraße angetroffen werden“, hieß es.

Flücht vor der Polizei: Marihuana, Amphetamine und Alkohol

Der 34-jährige Mann aus Anröchte gab an, Marihuana und Amphetamine zu sich genommen zu haben. Auch Alkohol hatte er am Nachmittag noch konsumiert. „Das Auto, wollte er nicht gefahren haben. Sein Fahrzeug wurde anschließend genau wie sein Führerschein sichergestellt. Dem Anröchter wurden Blutproben entnommen. Nachdem der Arzt auch noch seine Gewahrsamsfähigkeit überprüft hatte, wurde der 34-Jährige zur Verhinderung weiterer Straftaten und zur Ausnüchterung in eine Zelle gesperrt“, berichtete Lückenkemper abschließend.

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