„Ein Highlight in Warstein“

Die Corona-Pause ist vorbei: So lief der erste Tag im Warsteiner Allwetterbad

Allwetterbad Warstein Öffnungzeiten
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Glücklich, wieder im Allwetterbad plantschen zu können: Timo mit Mama Carina Kohsfeld und Leon mit Mama Katja Thomas.

Die Corona-Pause ist vorbei - im Warsteiner Allwetterbad kann wieder geschwommen werden! Wir haben uns 

Warstein – „Es ist herrlich! Ich habe so sehr darauf gewartet“, schallt es aus dem Schwimmbecken in Richtung Bademeister Michael Potsch. Spürbar groß ist die Freude, dass die Pforten zum Warsteiner Allwetterbad wieder geöffnet sind – sowohl unter Badegästen als auch dem Personal. 

„Endlich geht es wieder los. Wir sind froh, dass wieder Leute da sind“, freut sich Potsch über die ersten Gäste, die am Dienstag ab 9 Uhr im Allwetterbad eintrafen. Über drei Monate blieben die Türen geschlossen, das Drehkreuz verriegelt, die Becken unberührt. 

Seit Dienstag zeichnet sich ein gänzlich anderes Bild: „Familien mit Kindern, Sportschwimmer – es ist alles wie es sein sollte. Alle freuen sich, dass sie wieder schwimmen können“, geben Ulrike Cramer und Claudia Thelen, die am Eingang des Schwimmbads die Gäste einlassen, das Stimmungsbild unter den Schwimmern wieder. 

Natürlich unterliegt die Wiedereröffnung des Allwetterbads strengen Auflagen: Die maximale Badezeit beträgt zwei Stunden, ein Ticket muss im Vorfeld online gebucht werden, bis zur Umkleidekabine muss Mund- und Nasenschutz getragen werden und grüne und blaue Pfeile geben Wege im Schwimmbad vor, an die sich die Badegäste zu halten haben. 

Die Mitarbeiter taten alles, damit die Badegäste gut geleitet wurden und sich sicher fühlen konnten.

„Die Einschränkungen sehen wir aber alle nicht als Problem. Wir sind einfach glücklich, dass die Gäste wieder hierher kommen können“, erklären Cramer und Thelen. Vor allem freuen sich auch die Schwimmbadbesucher: „Wir sind froh, dass wir wieder ins Wasser können. Für die Kleinen ist das Schwimmbad mit das Schönste. Das Allwetterbad ist ein Highlight hier in Warstein. Hoffentlich bleibt es jetzt auch geöffnet“, zeigen sich Carina Kohsfeld, die mit Sohn Timo im Wasser war, und Katja Thomas mit Sohn Leon glücklich über die Öffnung des Bades. 

Eigens aus dem Kreis Lippe reisten Stefan und Miriam Oermann mit Sohn Moritz an. Da die Schwimmbäder dort noch weitestgehend geschlossen seien, führte sie ihr Weg nach Warstein: „Es ist schön, jetzt hier zwei Stunden ins Schwimmbad gehen zu können. Danach fahren wir noch in den Wildpark“, berichtet die Familie von ihrem Besuch in Warstein. 

Doch nicht nur das Erlebnisbecken, in dem sich vor allem Familien tummelten, zog die Besucher an. Auch das Schwimmbecken, in dem die Bahnen eins und zwei für Sportschwimmer und die Bahnen drei und vier für Freizeitschwimmer vorgesehen sind, war gut frequentiert. Damiano De Caro und Hans Peter Schneider nutzten die Wiedereröffnung, um im Sportlerbecken Bahnen zu ziehen. „Ich bin froh, dass es wieder los geht. Normalerweise bin ich Frühschwimmer“, erklärt De Caro. 

Das Frühschwimmen ist aber „für die nächsten Wochen noch ausgesetzt“, so Schwimmmeister Potsch: „Da kommen alle auf einmal, und es bildet sich vorne ein Personenstau. Das wollen wir vermeiden“, erklärt Potsch das Wegfallen des Angebots mit Blick auf den Infektionsschutz. Zudem werden keine Spielgeräte ausgegeben. „Das einzige, das wir rausgeben, sind Schwimmflügel. Und die werden anschließend desinfiziert“, so Potsch. 

Regelmäßig desinfiziert werden dazu Kontaktflächen wie Türgriffe oder das Drehkreuz am Eingang, die Toiletten werden halbstündlich kontrolliert. „Jeden Abend machen wir außerdem eine große Flächendesinfektion“, erklärt Potsch die Hygienemaßnahmen. Aufgrund der Einhaltung des Hygienekonzeptes und der Fall-Verfolgung bei einem möglichen Infektionsgeschehen sei die Online-Buchung zudem unabdingbar: „Man muss auf alle Fälle erfasst sein“, erklären Cramer und Thelen, die am Empfang für einen reibungslosen Ablauf sorgen: „Für uns ist das absolutes Neuland. 

Es ist das erste Mal, dass es so läuft“, berichten die beiden mit Blick auf das neue Prozedere für einen Schwimmbadbesuch: im Vorfeld des Besuchs müssen Gäste online den gewünschten zweistündigen Slot buchen, zu dem sie das Allwetterbad besuchen möchten. Anschließend erhalten sie einen QR-Code, der wiederum an der Kasse ausgedruckt oder am Handy vorgezeigt und gescannt werden muss. 

Danach erfolgt der Eintritt. „Normalerweise funktioniert ja irgendetwas nicht. Aber bisher läuft alles wie geplant“, ziehen die Empfangsdamen ein positives Zwischenfazit. Zwei Gäste hatten nicht im Vorfeld online gebucht. „Die mussten wir leider nach Hause schicken“, so Cramer und Thelen. Potsch: „Wir dürfen keine Leute reinlassen, die nicht online gebucht haben.“ 

Badegast Hans Peter Schneider sieht das Prozedere jedoch positiv: „Das System mit der Buchung übers Internet ist wirklich gut gelöst.“ Gerade ältere Menschen könnten zwar dadurch benachteiligt werden, doch könnten Familie, Freunde oder Nachbarn bei der Buchung unterstützen. „Das Wichtigste ist jetzt, dass die Leute kommen und dass es angenommen wird“, hofft Schwimmmeister Michael Potsch darauf, dass das Allwetterbad auch über den Eröffnungstag hinaus gut besucht sein wird.

Von Benedikt Heppe

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