Feuerwehrmann bedroht

Rücksichtslose Autofahrer sorgen für Entsetzen - Kommentar: Fahrverbote wären das Mindeste

Autofahrer drängelten sich beim schweren Motorradunfall in Allagen an den Absperrungen vorbei.
+
Autofahrer drängelten sich beim schweren Motorradunfall in Allagen an den Absperrungen vorbei.

Rücksichtslose Autofahrer sorgten bei einem Motorradunfall am Samstagvormittag in Warstein-Allagen für Entsetzen. Unser Autor hat eine klare Meinung dazu. Ein Kommentar.

Samstagvormittag, B516 in Allagen: Ein Mensch liegt auf der Straße, neben ihm sein Motorrad. Er ist schwer verletzt – Rettungskräfte kümmern sich um ihn, der Rettungshubschrauber fliegt ihn davon.

Gleichzeitig drängeln sich Autofahrer an Absperrungen vorbei, betonen, dass sie es eilig hätten, bringen das Unfallopfer durch ihre Manöver in weitere Gefahr und bedrohen Feuerwehrleute, die eigentlich Besseres zu tun hätten, als sich um diese Gesetzesbrecher zu kümmern. Die Würde des Menschen ist unantastbar, heißt es in Artikel 1 des Grundgesetzes.

Die Würde des Schwerverletzten und der Rettungskräfte haben die besagten Autofahrer am Samstag überfahren. Für sie zählte nur der Gedanke an sich selbst - ohne Rücksicht auf Verluste. In Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung heißt es, dass die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht erfordert.

Juristische Konsequenzen könnten zu einem Umdenken führen - hoffentlich

Ihr Verhalten hat gezeigt: Für den Straßenverkehr sind diejenigen, die für Chaos auf der B516 sorgten, ungeeignet. Gut, dass der Vorfall dokumentiert wurde und juristische Folgen haben dürfte. Fahrverbote wären das Mindeste. So wäre der Straßenverkehr nicht nur für eine Zeit lang sicher vor diesen Menschen. Vielleicht würde ein Führerscheinentzug auch zu einem Umdenken führen.

Vielleicht kämen die Betroffen bei einem Spaziergang an der frischen Luft ja auf die Idee, dass es Wichtigeres gibt, als möglichst schnell von A nach B zu kommen. Oder dass Rettungskräfte und alle anderen Helfer, ob im Beruf oder Ehrenamt, Respekt verdienen. Ich hoffe es.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare