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War „Tip Top“-Feuer in Warstein Brandstiftung? Polizei sichtet Überwachungsvideos

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Von: Alexander Lange

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Die Brandermittler sichteten am Mittwochvormittag unter anderem auch die Überwachungskamerabilder der Tankstelle Schulte.
Die Brandermittler sichteten am Mittwochvormittag unter anderem auch die Überwachungskamerabilder der Tankstelle Schulte. © Alexander Lange

Im Industriebetrieb „Tip Top“ in Warstein brannte es am Dienstagabend. Anfangs schien es sich um einen Industriebrand ohne Vorsatz zu handeln. Doch die Polizei konnte die Ursache noch nicht ermitteln. Wie es bei „Tip Top“ nun weitergeht.

Warstein - Der Einsatz im „Tip Top“-Industriebetrieb im Warsteiner Puddelhammer-Gewerbegebiet am Dienstagabend rief eine große Zahl an Einsatzkräften auf den Plan. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, auch Bürgermeister Dr. Thomas Schöne machte sich vor Ort ein Lagebild. Wenige Minuten nach 20 Uhr wurde erst auf „Brand 2“, kurze Zeit später auf „Brand 3“ alarmiert. Feuerwehrkräfte aus Warstein, Hirschberg, Suttrop und Belecke waren vor Ort.

Am Abend des Einsatzes schien es, als handele es sich um einen „gewöhnlichen“ Industriebrand ohne Vorsatz beziehungsweise vorsätzliches Brandverschulden. Die noch am Abend angerückten Kräfte der Kriminalpolizei und die Brandermittler, die am Mittwochvormittag ihre Arbeit aufnahmen, ließen aber die Vermutung aufkommen, dass auch Brandstiftung offenbar nicht ausgeschlossen werden könne.

Überwachungskamera-Aufnahmen gesichtet

Wurde das Feuer im Bereich der Werkbank in der Fertigungshalle, umgangssprachlich „Putzerei“ genannt, absichtlich gelegt? Nach Erkenntnissen der Polizei brannten dort Behältnisse mit Müll. Und die Ursache dafür konnte noch nicht ermittelt werden, heißt es weiter in einer Pressemitteilung. Am Mittwoch wurden auch die Überwachungskamera-Aufnahmen der benachbarten Tankstelle Schulte durch die Beamten der Polizei gesichtet.

Peter Kirchhoff, Industriemeister bei der Firma „Tip Top“, der Fertigungsleiter Dieter Sell vertrat, erklärte am Vormittag im Gespräch mit dieser Zeitung: „Ich habe auch noch keine weiteren Erkenntnisse. Das alles passierte während der Spätschicht, der Bereich ist jetzt erst einmal durch die Polizei beschlagnahmt.“ Der Mitarbeiter, der sonst in der Fertigungshalle arbeite, müsse nun woanders eingesetzt werden, solange die Ermittlungen laufen und der Brandort noch nicht wieder freigegeben ist: „Der Staub, der durch die Sandstrahlarbeiten dort aufgewirbelt wird, würde sich sonst auch auf den Brandort legen.“

Bereits im März 2022 brannte es bei „Tip Top“. Damals war ein Vulkanisierungsofen der Einsatzort.

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